Exklusiv: Karel Abraham mit Yamaha in Superbike-WM

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Karel Abraham hat sich für die Superbike-WM entschieden

Karel Abraham hat sich für die Superbike-WM entschieden

Nach monatelangen Verhandlungen mit Aprilia hat sich eine unvorhersehbare Wendung ergeben: Das MotoGP-Team AB Motoracing wechselt für 2016 in die Superbike-WM und verbündet sich mit Yamaha.

Noch vor zwei Wochen hat Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli im Gespräch mit SPEEDWEEK.com betont, dass es 2016 kein Satelliten-Team geben werde. Yamaha will sich bei der Rückkehr in die Superbike-WM ganz auf das Werksteam mit Sylvain Guintoli und Alex Lowes konzentrieren – und sich keine hausinterne Konkurrenz schaffen.

Dass andere Teams trotzdem auf eine Yamaha R1 setzen, kann Dosoli freilich nicht verhindern.

Freitagnacht sickerte in Doha durch, dass sich das tschechische Team AB Motoracing von Karel Abraham senior nicht mit Aprilia für die Superbike-WM einigen werde, sondern bei Yamaha andockt! Fahrer wird Karel Abraham junior, der zweite Platz ist offen.

Keine Punkte in MotoGP

WM-Vermarkter Dorna möchte nur noch die besten Teams in der MotoGP-Klasse haben und wünscht sich für 2016 den Wechsel von AB Motoracing in die Superbike-Weltmeisterschaft. Während Abraham senior von Anfang an gegen dieses Vorhaben war, konnte sich der Junior schnell damit anfreunden: Er fuhr in diesem Jahr in MotoGP nie in die Punkte und ist sportlich bei den Superbikes besser aufgehoben.

Seit Juli wird darüber geredet, dass das einzige tschechische MotoGP-Team für 2016 zu den Superbikes wechselt. Vor der laufenden Saison stieg die Brünner Firma Cardion (Herzschrittmacher) nach zehn Jahren als Hauptsponsor aus, bis heute fand Teamchef Karel Abraham senior trotz Ankündigung keinen Nachfolger.

Eine weitere MotoGP-Saison ist nur schwer finanzierbar, mit der Open-Class-Honda ist kein Blumentopf zu gewinnen. Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta wünscht sich für die zukünftige MotoGP-WM 22 Fahrer auf schlagkräftigen Motorrädern und am liebsten nur noch Zwei-Mann-Teams. Momentan sehen wir 25 Fixstarter in MotoGP, 2017 kommen zwei Werks-KTM hinzu. Es ist absehbar, dass schwach finanzierte Teams wie AB Motoracing oder IodaRacing von der Bildfläche verschwinden werden. Honda will zukünftig auch nur noch sechs statt wie dieses Jahr acht Fahrer mit Motorrädern ausrüsten.

Weitere Yamaha-Teams sind möglich

Aus Dorna-Kreisen erhielt SPEEDWEEK.com die Bestätigung, dass wir Abraham 2016 auf einer Yamaha bei den Superbikes sehen werden.

AB Motoracing muss nicht Yamahas einziges Kundenteam bleiben. Der italienische Supersport-WM-Pilot Fabio Menghi denkt darüber nach, neben einer Supersport-Maschine 2016 auch ein Superbike im eigenen Team an den Start zu bringen.

Und das Milwaukee-Team von Shaun Muir aus der Britischen Superbike-Meisterschaft hat für den WM-Einstieg neben den Optionen Aprilia und Suzuki den aktuellen Partner Yamaha als dritte Möglichkeit.

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