Fred Vasseur (Ferrari) über Änderungen am Reglement: «Genug ist genug»
Die 2026er Regeln stehen in der Kritik. Ferrari-Teamchef Fred Vasseur weist darauf hin: «Du baust ein Rennauto nach den Regeln, man sollte die Regeln nicht dem Auto anpassen. Genug ist genug.»
Das heisseste Thema derzeit unter den Fans der Königsklasse: Hat sich die Formel 1 mit dem 2026er Reglement einen Bärendienst erwiesen? Viele Fahrer sind unzufrieden, viele GP-Anhänger ebenso.
Ein Kritik-Punkt: die Starts. Einige Piloten weisen darauf hin, dass die Rennwagen höchst unterschiedlich losfahren, das berge die Gefahr einer Kollision. Auf der anderen Seite – die Starts sind weniger berechenbar geworden, das macht es interessanter.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur kann in Sachen Starts ruhig schlafen: Dank eines kleineren Turboladers fällt es Lewis Hamilton und Charles Leclerc leichter, ihre Antriebseinheiten so auf Touren zu bringen, dass sie mustergültig losfahren.
Sowohl in Australien als auch in China standen zwei Mercedes in der ersten Reihe, aber in der ersten Kurve führte beide Male ein Ferrari, Leclerc in Melbourne, Hamilton in Shanghai.
Die Formel 1 witterte schon bei den Wintertests in Bahrain, dass die Starts für einige Wettbewerber eine Zitterpartie werden würden. Also wurde das Startprozedere geändert: Bevor die Startampel im Sekundentakt von fünf Lichtern auf null schaltet, gibt es eine Phase von fünf Sekunden (markiert mit blau geschalteten Standortschildern an jedem Startplatz), in welchem die Fahrer ihre Antriebseinheiten auf ideale Drehzahlen bringen können.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur ist der Ansicht: Mehr braucht es nicht. Der Franzose sagt: «Wir haben mit dieser zusätzlichen Fünfsekunden-Phase ziemlich heftig eingegriffen. Dabei waren gewisse Probleme absehbar. Ich war bereits vor einem Jahr bei der FIA und habe gesagt – ihr wisst schon, dass das nicht so einfach werden wird?»
«Die Antwort damals war klar: ‘Du baust ein Rennauto nach den Regeln, man sollte die Regeln nicht dem Auto anpassen.’ Also haben wir einen Rennwagen auf die Räder gestellt, der zu diesem Reglement passt. Diese Änderung mit der Blaulicht-Phase hilft uns nichts. Es kommt der Punkt, an dem ich sagen muss – genug ist genug, mehr sollten wir nicht ändern.»
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