190 Millionen Euro Schulden abgetragen: Große Finanzspritze für Dainese
Schutzbekleidungsspezialist Dainese wird von den Investment-Firmen HPS und Arcmont übernommen. Dadurch fließt Kapital ins Unternehmen, Schulden können abgebaut und Investitionen getätigt werden.
Es ist eine Nachricht, die in der Motorradszene für Aufsehen sorgt: Dainese ordnet seine Eigentumsverhältnisse und Finanzen grundlegend neu. Nachdem die EU-Wettbewerbsbehörden grünes Licht gegeben haben, ist die Übernahme von 100 Prozent der Anteile durch HPS Investment Partners und Arcmont Asset Management offiziell abgeschlossen. Damit endet die Ära des bisherigen Eigentümers Carlyle.
Für Dainese bedeutet dieser Schritt weit mehr als nur einen Wechsel im Gesellschafterbuch. Die neuen Partner bringen 30 Millionen Euro an frischem Eigenkapital ein. Gleichzeitig wurde der Schuldenberg des Konzerns um beeindruckende 190 Millionen Euro abgetragen. Diese finanzielle Entlastung schafft den nötigen Spielraum, um die Entwicklung neuer Technologien – allen voran das D-air-Airbagsystem – und die globale Expansion voranzutreiben.
Dainese: Visionen für Innovationen
CEO Angel Sánchez sieht in der Transaktion einen Meilenstein: «HPS und Arcmont teilen unsere Vision und unsere Leidenschaft für Innovation und Sicherheit. Diese Unterstützung ermöglicht es uns, Produkte zu entwickeln, die Technik, Schutz und Design nahtlos verbinden.»
Auch die Kreditlinie für das operative Geschäft wurde auf 45 Millionen Euro aufgestockt, unterstützt durch Großbanken wie UniCredit und die Bank of America.
Für Motorradfahrer heißt das: Dainese bleibt innovativ. Für sicherheitsbewusste Motorradfahrer könnte das bedeuten: Bisher ist die D-air-Technologie aufgrund der hohen Entwicklungskosten und teuren Komponenten im Premium-Segment angesiedelt. Mit der Finanzspritze von 30 Millionen Euro könnte Dainese preisgünstigere, leichtere, kompaktere Airbagsysteme entwickeln und diese in preiswerte Textiljacken und Einstiegslederkombis einbauen. Ebenso sind die Expansion im Offroadbereich denkbar sowie die Entwicklung von Auslösealgorithmen mit KI-Steuerung.
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