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KTM-Boss über künftige Modelle: «Wir wollen wieder Platzhirsche werden!»

KTM will sich mit seinem Modellangebot auf alte Stärken besinnen: Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com gibt CEO Gottfried Neumeister einen Ausblick auf künftige Off-Road- und Straßenmodelle der Marke.

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Bereits während seiner Restrukturierungsphase war klar, dass sich mit deren Abschluss bei KTM einiges ändern würde. Jetzt, nachdem die Übernahme durch Bajaj vollzogen ist, werden sukzessive für die Firma ausgemachte Baustellen in Angriff genommen. Die Produktionszahlen wurden angepasst, die Verwaltung wird verschlankt und mittlerweile hat die Firma dank einer gelungenen Refinanzierung auch finanziell wieder Spielraum. All dies jedoch sind für einen Motorradbauer nur Mittel zum Zweck: Motorräder zu bauen. Damit war KTM bekanntlich vor seiner Krise schon erfolgreich, immerhin waren die Mattighofener Europas größter Motorradbauer. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb in Mattighofen Zuversicht zurückkehrt: Der Abverkauf lagernder Motorräder liegt, nach Unternehmensangaben, über Plan. Gleichzeitig kommen früher präsentierte Modelle nun auf den Markt, werden positiv aufgenommen und sind, wie die 990 RC, gleichzeitig imstande, das Markenprofil der Orangenen zu schärfen.

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Modellpalette fixiert bis 2031

Profilschärfung ist auch eines der Kernelemente, das die Modellpolitik der kommenden Jahre bestimmen soll. KTM-CEO Gottfried Neumeister gegenüber SPEEDWEEK.com: «Wir haben unsere Modellpalette fixiert bis 2031 und die für uns wichtigsten Segmente für die nächsten Jahre abgesteckt.» Die Marschroute für die Innviertler ist dabei klar definiert: «Wir wollen zurück zu alter Stärke, back to the roots! Und eine unserer Ur-Stärken ist der Off-Road-Bereich.» In diesem Segment tummeln sich inzwischen mit Triumph und Ducati zwei neue Konkurrenten, der zu verteilende Kuchen bleibt aber gleich: «Off-Road ist kein wachsender Markt, sondern sehr stabil. Deshalb müssen wir unsere Position darin stärken, nicht nur verteidigen. Denn am Ende des Tages zählt für diese Kunden vor allem die Leistungsfähigkeit der Modelle, nicht das gut polierte Image.» Die Erfolge im Off-Road-Sport spielen nach wie vor eine Kernrolle im Selbstverständnis der Marke. Um Piloten auch künftig passendes Material an die Hand zu geben und entsprechend KTMs Vorherrschaft in diesem Segment zu zementieren, arbeiten die Entwickler derzeit an der nächsten Generation der Motocross- und Enduro-Modelle aus Mattighofen. Neumeister dazu: «Ende 2026 werden wir unsere neue Off-Road-Palette für das Modelljahr 2028 vorstellen, deren Factory-Editionen schon vorher in den Handel und 2027 groß ausgerollt werden. Das wird ein unglaubliches Motorrad, damit ist uns ein großer Sprung gelungen!»

Das wichtigste Standbein der Mattighofener bleibt jedoch der Markt für Motorräder mit Straßenzulassung, und dieser wächst weltweit durchaus. Entsprechend elementar ist es für KTM, auch diesen Marktbereich mit den richtigen Modellen zu bedienen. Schon kurzfristig sind an der Spitze der KTM-Modellpalette Neuigkeiten zu erwarten. Eine Pressemitteilung zum Modelljahr 2026 der Orangenen deutete bereits an, dass im April zwei neue Varianten der Super Duke an den Start gehen, die gleichzeitig leichter und leistungsstärker sein würden als bislang.

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Ebenso dezidiert sportlich wird die kürzlich präsentierte und Rennstreckenorientierte Variante des Supersportlers 990 RC R. Bereits bei der Straßenversion spricht der Hersteller von «Renn-DNA». Sie soll die Brücke vom MotoGP-Engagement der Österreicher zum Asphalt-Modellprogramm schlagen, pünktlich zur ersten WM-Führung eines MotoGP-Piloten auf einer RC16. Die 990 RC R «Track» soll dieses Selbstverständnis auch für Normalsterbliche erlebbar machen, sie dient zudem als Basis für den 990 RC R Cup. Über das Zusammenspiel beider soll der sportliche Anspruch der 990 RC R auf der Rennstrecke mit Leben gefüllt werden, gleichzeitig wird einer Gemeinschaft Motorsportbegeisterter eine niedrigschwellige Möglichkeit geboten, ihre Leidenschaft auszuleben. Am anderen Ende des Spektrums wird die straßenzugelassene 990-Familie, bislang bestehend aus der 990 Duke und den frischen Modellen 990 Duke R sowie 990 RC R, mittelfristig um komfortablere Derivate erweitert werden.

Wir können nicht glaubwürdig jedes Marktsegment bedienen und das wollen wir auch nicht!

Gottfried Neumeister

Auch in der Kategorie darunter tut sich einiges: Zuletzt gelangte eine amtliche Typ-Anmeldung für den chinesischen Markt an die Öffentlichkeit, die einen Ausblick auf die kommende 790 Duke gab – SPEEDWEEK.com-Lesern war das Modell bereits vorher bekannt. Es gelte jedoch, nicht um jeden Preis Motorräder für Kunden in allen Segmenten zu entwickeln. Auch in der Modellpolitik kommt schließlich das Mantra «Fokussierung und Simplifizierung» zum Tragen. Dies zieht nach sich, dass KTM künftig nicht für alle Sparten ein Modell entwickelt, für die dies theoretisch möglich sei: «Wir können nicht glaubwürdig jedes Marktsegment bedienen und das wollen wir auch nicht! Es gibt aber Bereiche, die klassisch uns zuzuschreiben wären, in denen wir zuletzt aber Marktanteile an Mitbewerber überlassen haben. Jetzt haben wir den Anspruch, diese Anteile wieder zurückzugewinnen!»

Eines dieser Segmente ist der Markt für Reiseenduros: In diesem bleiben die Adventure-Modelle weiterhin Kernangebote von KTM. Und auch dort wird, ähnlich wie im Enduro-Bereich, Bezug genommen auf die erfolgreichen Motorsporteinsätze der Mattighofener – schließlich ist kein Hersteller erfolgreicher in diesem Bereich als die Österreicher, die erst im Januar bei der prestigeträchtigen Dakar-Rallye ihren 21. Sieg feiern konnten. Damit im Rücken will man Marktanteile in diesem Bereich zurückgewinnen: «Dafür müssen unsere Adventure-Bikes schlank und agil bleiben – und einen Tick komfortabler werden.»

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Schlank und agil ist auch das Stichwort für eine Modellfamilie, an der KTM-Ingenieure derzeit unter dem Begriff «Neue Mittelklasse» arbeiten und die künftig die Lücke zwischen der 390er- und 790er-Familie füllen soll. Eine bekannte Baustelle, deren Schließung nun konkret wird: «Wir arbeiten an einer neuen Motorenplattform, die dann über mehrere Segmente ausgerollt wird. Denn wenn ich es ernst meine, dann muss ich in diesem Segment im Laufe der Zeit mehrere Ausführungen anbieten. Adventure-Modelle sind dafür wichtig und Naked-Bikes erst recht, schließlich haben wir mit der Duke dieses Segment miterfunden!» Und wie ernst KTM seinen Anspruch nimmt, das unterstrich der Wiener: «Wir wollen auch in diesem Segment wieder die absoluten Platzhirsche werden!»

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