Ex-Formel-1-Sportchef Ross Brawn: Das sagt er über Nico Hülkenberg
Geht es nach Formel-1-Urgestein Ross Brawn, darf sich das Audi-Werksteam glücklich schätzen, Nico Hülkenberg an Bord zu haben. Der Brite erzählt, wie er selbst einst mit dem Deutschen verhandelt hat.
Nico Hülkenberg konnte im vergangenen Jahr einen wichtigen Meilenstein erreichen: Der 38-jährige Wahl-Monegasse schaffte es pünktlich zur Saison-Halbzeit zum ersten Mal in seiner Formel-1-Karriere aufs GP-Podest. Damit bescherte er nicht nur sich selbst ein schönes Saison-Highlight, sondern auch seinem Sauber-Team, das in diesem Jahr als Audi-Werksteam ein neues Kapitel aufschlagen wird.
Und Hülkenberg bleibt – genauso wie sein Teamkollege Gabriel Bortoleto – an Bord des Rennstalls aus Hinwil. Aus gutem Grund, wie Ross Brawn in seinem Interview mit «Formel1.com» betont hat. Der Brite, der einst zu den Ferrari-Erfolgen von Michael Schumacher beigetragen und später den Grundstein für den Mercedes-Erfolg von Lewis Hamilton gelegt hat, kommt ins Schwärmen, wenn es um den Deutschen geht.
Fast hätte er Hülkenberg selbst unter seine Fittiche genommen, wie er offenbart hat: «Als ich bei Mercedes war, hätten wir Nico beinahe an Bord geholt. Wir wussten nämlich nicht, wie die Verhandlungen mit Lewis Hamilton für 2013 ausgehen würden.»
«Damals hatten wir Mühe, die Verpflichtung unter Dach und Fach zu bringen, und Nico stand bereit, um einzuspringen, wenn es nichts werden sollte. Er hat sich während dieser Gespräche sehr reif verhalten», erinnert sich der 71-Jährige. «Ich habe das Ganze so transparent wie möglich kommuniziert und ihm gesagt, dass er eine Chance hat, aber dass es davon abhing, wie Lewis sich entscheiden würde.»
«Als Lewis dann bei uns unterschrieb, konnten wir mit Nico klären, dass es doch nichts werden würde. Aber ich hatte mich schon auf die Zusammenarbeit mit ihm gefreut, denn ich halte ihn für einen grossartigen Fahrer. Er ist sehr, sehr reif und ausgeglichen. Und er hat bereits eine grossartige Karriere hinter sich. Es ist kaum vorstellbar, dass er in Silverstone seinen ersten GP-Podestplatz geholt hat, denn er hat einige grossartige Leistungen gezeigt. Es war aber schön, das mitzuerleben, und es war eine besondere Freude für mich, weil ich ihn ziemlich gut kenne», fügte Brawn an.
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