Nico Hülkenberg (Audi) gibt zu: «Das war frustrierend – und ermutigend»
Der Saisonstart von Australien war für Nico Hülkenberg keiner. Sein Audi machte in Melbourne Mucken, Hülki musste zusehen. Der Deutsche wirft einen Blick zurück und sagt, was er vom China-GP erwartet.
Das ist bitter für einen Formel-1-Fahrer: Noch bevor ein Grand Prix beginnt, hat das Auto schlappgemacht. Im Albert-Park von Melbourne war ein Defekt am Audi von Nico Hülkenberg nicht zu beheben, sein 251. Grand Prix findet nun in China statt.
Der 38-jährige Emmericher sagt: «Es war frustrierend, zuschauen zu müssen. Besonders ärgerlich – ich habe alle Erkenntnisse aus einer Renndistanz verpasst, besonders was das Energie-Management und dessen Funktionsweise angeht. Da bin ich jetzt der Konkurrenz hinterher, ideal ist das nicht.»
«Reaktion der Fans war positiv»
«Das Rennen habe ich von der Boxenmauer aus verfolgt. Die ersten paar Runden, besonders an der Spitze mit einigen Zweikämpfen, waren ziemlich lebhaft. Wenigstens war ich gut unterhalten! Und die Zuschauer offenbar auch, ihre Reaktion und wie begeistert sie waren, das klang ziemlich positiv. Danach war es wie ein normaler, üblicher Grand Prix, würde ich sagen. Aber ja, alles in allem war das gut.»
Zu Sicherheitsbedenken seiner Fahrerkollegen meint der WM-Siebte von 2017: «Melbourne ist vom Layout her ziemlich einzigartig, besonders diese Kombination der Kurven 8 und 9, wo der Straight Mode-Modus zum Einsatz kommt. Dazu der Effekt von verwirbelter Luft – ich denke, es war allgemein bekannt, dass das alles etwas heikel sein würde.»
Audi hat beim Debüt gepunktet, mit Gabriel Bortoleto auf P9. Nico weiter: «Mit Punkten zu starten ist positiv. Doch einige Top-Autos sind ausgefallen. Das war auf jeden Fall ermutigend und gut. Wir mischen mit, würde ich sagen. Natürlich brauchen wir noch ein paar Wochenenden und Strecken, um festzulegen, wo wir genau stehen. Aber bislang fühlt sich das gut an.»
«Das Energie-Management ist knifflig»
Hülkenberg gibt zu: Auch er tut sich mit dem Energie-Management noch schwer. «Das ist schon knifflig. Und hinterher, wenn man sich die Daten nach dem Einsatz anschaut, dann sieht man es natürlich, und auf einmal sieht es einfach aus. Aber während der Fahrt im Auto ist es überhaupt nicht einfach, denn winzige Unterschiede können grosse Auswirkungen haben.»
Was das Kräftverhältnis im Feld angeht, so glaubt Hülkenberg: «Australien hat ein realistisches Bild geliefert. Aber das kann von Strecke zu Strecke etwas variieren. Ich erwarte hier in China keinen grossen Unterschied. Offensichtlich ist es hier generell etwas kühler. Wir haben andere Reifenmischungen. Also müssen wir sehen, wie diese Faktoren auf unser Paket einwirken. Dazu kommt, dass es ein Sprintrennen ist, was immer eine Herausforderung für alle ist, weil es einfach nur diese 60 Minuten Training gibt, bevor es in die Sprint-Quali geht.»
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