Motocross-WM MX2 • Neu
Lacapelle-Marival: Erster Grand-Prix-Sieg für Guillem Farres (Triumph)
Beim spanischen Motocross-Grand-Prix der MXGP-Klasse in Almonte bewies der belgische Teenager Lucas Coenen eindrucksvoll, dass sein Arbeitgeber KTM absolut auf das richtige Pferd gesetzt hat.
Red-Bull-KTM-Ass Lucas Coenen sicherte sich beim Europa-Auftakt der Motocross-WM in Almonte in Andalusien mit drei Siegen inklusive dem Quali-Rennen und einer blütenweißen Weste erstmals die WM-Führung in der MXGP-Klasse. Der 19-jährige Belgier fuhr auf der flachen, jedoch extrem schwierigen und ausgefahrenen Piste in einer eigenen Liga – auch Honda-Neuling Jeffrey Herlings konnte Coenen nicht in Gefahr bringen.
Bei KTM Factory Racing ist die Strategie voll aufgegangen. Die Oberösterreicher setzen in diesem Jahr auf die Jugend. Coenen ist wie Bruder Sacha in der Red-Bull-KTM-Struktur der italienischen De Carli-Familie untergebracht. Dazu fährt MXGP-Rookie Andrea Adamo im offiziellen Team bei KTM Factory, soll sich in der großen Klasse einfinden. Der Deal mit Ikone Herlings wurde ja für 2026 nicht verlängert.
Für die neue KTM-MXGP-Speerspitze Lucas Coenen war der Triumph in Almonte bereits der 17. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere. KTM-Rennchef Pit Beirer verfolgte die Rennen der MXGP-Klasse am Sonntag genau. «Es schaut gut aus», stellte der Simbacher erfreut fest. «Einen gesunden Herlings im Sand zu schlagen, ist schon eine starke Nummer!»
KTM-Berater Heinz Kinigadner, der selbst mit Sohn Hannes in Spanien vor Ort war, berichtet: «Die Fahrer waren von der Piste sehr begeistert. Ein Event mit so vielen Leuten hätte ich nie erwartet hier! Es war toll organisiert. Das Fahrerlager war leider eine Schlammwüste, eine Katastrophe – aber da kann niemand was dafür. Alles andere war wirklich toll. Wenn Coenen wollte, ist er zwei bis drei Sekunden schneller gefahren – das ist wirklich eine Welt.»
Die Motocross-WM zieht jetzt direkt weiter – der Untergrund wird aber dann ein komplett unterschiedlicher sein, wenn der WM-Tross am kommenden Wochenende in der Schweiz auf dem Gelände in Frauenfeld-Gachnang aufschlägt. Dort hatte sich Tim Gajser im Vorjahr bei einem Crash über eine aus Erde gebaute Streckenbegrenzung die Saison zerstört.
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