Entscheidung naht: Domi Aegerter hat zwei Optionen
Nach dieser Saison endet Dominique Aegerters Karriere in der Superbike-WM. Für 2026 muss sich der momentan verletzte zweifache Supersport-Champion aus der Schweiz neu orientieren.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Am 7. Oktober hat sich Dominique Aegerter beim Training in Valencia den fünften Mittelhandknochen rechts gebrochen. Die Fraktur wurde mit einem operativen Eingriff gerichtet, die Hand sowie der Unterarm sind zur Ruhigstellung eingegipst. Die Rennen in Estoril musste der 35-Jährige aussetzen, ob er am kommenden Wochenende beim Saisonfinale in Jerez antreten kann, wird sich bis Donnerstag herausstellen. Zuerst muss sich Aegerter in der Lage fühlen mit der lädierten Hand zu fahren; anschließend braucht er das Okay der Ärzte und muss den medizinischen Test bestehen.
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"Meine Hand wird von Tag zu Tag besser, und ich freue mich darauf, die Saison hoffentlich gemeinsam mit dem Team zu beenden", erzählte Aegerter. "Es wäre mein letztes Rennen mit ihnen, und ich möchte unbedingt auf der Strecke sein. Ich weiß, dass es nicht einfach werden wird, aber ich werde alles geben, um das Jahr erfolgreich zu beenden. Jerez weckt schöne Erinnerungen – dort habe ich mit dem Team mein erstes WorldSBK-Podium erreicht." Derweil wird im Hintergrund emsig an seiner sportlichen Zukunft gearbeitet. Fix ist, dass seine Karriere in der Superbike-WM nach dieser Saison endet. Nach drei Jahren mit GRT Yamaha wird es nicht mehr weitergehen. Die Verhandlungen mit dem Team Go Eleven Ducati waren weit fortgeschritten, es kam aber zu keiner Einigung. Stattdessen wird dort der ehemalige Supersport-Vizeweltmeister Lorenzo Baldassarri andocken.
Aegerter hat für 2026 noch zwei reizvolle Optionen. Aufgrund seiner langjährigen und sehr geschätzten Beziehung zum Schweizer Yamaha-Importeur Hostettler, zu dem auch die Bekleidungs- und Helmmarke iXS gehört, würde die weitere Zusammenarbeit mit dem japanischen Hersteller mit den drei Stimmgabeln im Logo Sinn machen. In der Supersport-WM gibt es für den Champion der Jahre 2021 und 2022 dort aber keinen Platz. Yamaha hat Aegerter deshalb eine Position im Endurance-Weltmeisterteam in Aussicht gestellt, verbunden mit weiteren Aufgaben als Test- und Ersatzfahrer für die Superbike-WM. So könnte es aber passieren, dass Domi 2026 lediglich auf vier Rennen kommt.
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Oben auf der Wunschliste steht der 27-fache Laufsieger beim Supersport-WM-Werksteam von Kawasaki. Dieses wird für 2026 von einem auf zwei Fahrer aufgestockt und gehört zu den wenigen Teams in der mittleren Hubraumkategorie, die dem Fahrer ein Gehalt bezahlen, anstatt Mitgift zu verlangen. Aegerter hat bis zum kommenden Wochenende Zeit, um sich zu entscheiden.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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