Sam Lowes (Ducati): Remy Gardner und ein Frühstart versauten ihm den Tag
Nach drei Top-3-Finishs in Assen hat Sam Lowes auch beim Superbike-Meeting auf dem Balaton Circuit die Pace für das Podium. Den ersten Lauf beendete der Ducati-Pilot jedoch nur als Neunter.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Nach Platz 3 am Freitag schien Sam Lowes auf dem Balaton Park seine Serie dritter Plätze fortsetzen zu können, doch am Samstag hatte sich alles gegen den Ducati-Privatier verschworen.
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Das Drama begann in der Superpole mit Startplatz 6 – das schlechteste Qualifying des 35-Jährigen in diesem Jahr. Nach seinem ersten Versuch belegte Lowes nur einen Platz im Mittelfeld, der zweite Versuch musste also sitzen. Doch da kam ihm auf seiner schnellen Runde Remy Gardner in die Quere, der auf der Ideallinie bummelte. Lowes schimpfte und gestikulierte wütend hinter dem Yamaha-Piloten hinterher. Dass der Australier für das Vergehen um drei Startpositionen zurückversetzt wurde, war für Lowes nur ein schwacher Trost.
«In dem Moment war ich stinksauer. Aber was soll's, so etwas kann im Rennsport passieren, irgendwie gehört es dazu», zeigte sich Sam am Nachmittag im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.Mitarbeiter Sebastian Fränzschky versöhnlicher. «Ich hätte schon beim ersten Versuch eine bessere Rundenzeit fahren müssen. Aber da lauerte Oliveira auf mich und ich hatte nur eine statt zwei Runden. Und beim zweiten Versuch geriet ich dann in den Verkehr. Ich kenne das aus der Moto2, wo ständig jemand auf dich wartet. Das ist frustrierend, aber so läuft es halt.»
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Wir müssen klären, warum sich das Motorrad in Bewegung setzte.»Sam Lowes
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Das Unheil nahm im ersten Rennen seinen Lauf. In der Startaufstellung zuckte die V4R, was die Rennleitung als Frühstart wertete und Lowes zwei Long-Lap-Penalty aufbrummte.
«Ich spürte, dass mein Bike ein wenig rollte. Aber in der Startaufstellung war ich Sechster und in der ersten Kurve nur noch Elfter», erzählte Lowes. «Die Strafe geht aber in Ordnung. Wenn sich das Bike bewegt, dann ist es ein Frühstart. Aber mein Start war schon so schlecht und dann musste ich noch zwei lange Runden fahren. Das machte das Rennen schwierig. Es war kein großer Fehler von mir, aber wir müssen klären, warum sich das Motorrad bei eingelegtem Gang in Bewegung setzte.» Empfindet Lowes die Bestrafung für zu hart? «In der Moto2 musste ich für dasselbe Vergehen einmal durch die Boxengasse fahren, das war hart», erinnert sich der Supersport-Weltmeister von 2013. «Wenn man einen schlechten Start fabriziert wie ich hier oder Petrucci in Assen, sind zwei Long-Laps eine Nummer. Wenn aber nur eine Long-Lap zu absolvieren wäre und man macht am Start zwei Reihen gut, dann ist das ein riesiges Vorteil. Eine Strafe ist immer eine bittere Pille, aber so ist es okay.»
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«Ansonsten war das Rennen in Ordnung. Auf dieser Rennstrecke ist das Überholen sehr schwierig, aber meine Pace war gut für das Podium. Mit den Jungs vom Ducati-Werksteam hätte nicht mithalten können, sicher aber mit der Gruppe um Oliveira und Montella.
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