BMW: «Hungriger denn je»

Von Andreas Reiners
DTM

Die DTM-Vorbereitung geht mit den vorletzten Tests in die heiße Phase. SPEEDWEEK.de nimmt die Situation bei den drei Herstellern unter die Lupe.

BMW ist seit dem Comeback in der DTM offenbar immer für eine Überraschung gut: Erst der dreifache Titelgewinn im vergangenen Jahr, dann der Paukenschlag in der Winterpause. Der Titelverteidiger verpflichtete völlig überraschend den ehemaligen Formel-1-Fahrer Timo Glock, der beim klammen Marussia-Team aus finanziellen Gründen gehen musste. Druck gibt es vom neuen Arbeitgeber nicht, den macht sich Glock höchstens selbst. Nach außen hin allerdings bleibt der 31-Jährige gewohnt cool und gibt sich offiziell Zeit, um sich einzugewöhnen.

«Ich glaube schon, dass es zwei bis drei Rennen in Anspruch nehmen wird, bis ich alles verstehe», sagte er und fügte hinzu: «Der Druck liegt auf allen von uns, das nochmal zu wiederholen. Ob wir das schaffen, werden wir mal schauen. Die Voraussetzungen sind sehr, sehr gut», sagte Glock.

Aushängeschild

Von den eher erfolglosen Auftritten seiner F1-Vorgänger wie Ralf Schumacher oder David Coulthard vorgewarnt, ist Glock aber bereits jetzt das Aushängeschild Nummer eins bei den Münchnern. Und zugleich ein wichtiges Zugpferd der ganzen DTM. Auch das erzeugt Druck. Der wird zusätzlich aus den eigenen Reihen kommen, denn Champion Bruno Spengler hat die Titelverteidigung erneut im Visier.

Ist der Titelhunger des Titelverteidigers nach der beeindruckenden Rückkehr 2012 denn bereits gestillt? Mitnichten, wie Motorsportchef Jens Marquardt erklärt: «Die Frage nach Motivation stellt sich in einer derart hart umkämpften Rennserie wie der DTM nicht. Wir sind nach wie vor hungrig auf Erfolg, vielleicht sogar hungriger denn je – und können den Saisonstart kaum abwarten.» Dafür setzt BMW auf Kontinuität: Neu ist nur das MTEK-Team, für das die Zugänge Glock und Marco Wittmann fahren werden.

Optimierungen im Detail

Bei den anstehenden Testfahrten in Barcelona geht es BMW wie den anderen beiden Herstellern Mercedes und Audi: Der Teufel steckt im Detail. «Es geht um Optimierungen im Detail. Da sehen wir uns auf einem ganz guten Weg», sagte Marquardt. Allerdings werden in Spanien auch DRS und die Option-Reifen für einen möglichen Einsatz in der am 5. Mai in Hockenheim beginnenden Saison getestet.

Auf einem guten Weg sieht sich auch Ex-Champion Martin Tomczyk. Nach seinem Wechsel als Titelverteidiger von Audi zu BMW vor der Saison 2012 war für ihn «alles neu, und da vergisst man sehr schnell, dass man eigentlich die Nummer 1 auf dem Auto hat». Die will er nun zurück. «Es ist ein verdammt gutes Gefühl, und deswegen spornt es mich als Jäger dementsprechend mehr an dieses Jahr.»

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