Ferrari unter neuer Führung: Chance für Räikkönen?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen

​Spitzenmanager Sergio Marchionne (66) in besorgniserregendem Zustand: Fiat und Ferrari mussten die Firmenführung umstellen. Es klingt zynisch: Aber für Kimi Räikkönen könnte das zur Chance werden.

Die Autowelt macht sich grosse Sorgen um Sergio Marchionne. Der 66jährige Spitzenmanager liegt in einem besorgniserregenden Zustand im Krankenhaus, Fiat/Chrysler-Vorstandspräsident John Elkann hat über Marchionne Worte gefunden, die an einen Nachruf erinnern. Nur das engste Umfeld von Sergio Marchionne weiss, wie es dem Fiat-Sanierer wirklich geht.

Was bei Fiat/Chrysler eigentlich für 2019 aufgegleist war, ist nun beschleunigt worden: seine Nachfolge. FCA-Verwaltungsrats-Chef John Elkann musste rasch handeln. Auf den Posten des CEO von Fiat/Chrysler setzt er den Engländer Mike Manley, bisher für die Marke Jeep verantwortlich. Der neue Vorstands-Chef von Ferrari heisst Louis Carey Camilleri. Der in Alexandria geborene Camilleri war früher Chef des Tabakmultis Philip Morris. Neuer Ferrari-Präsident ist John Elkann selber, Enkel der Industrie-Legende Gianni Agnelli. Elkann ist auch Präsident von Fiat.

Der überraschende Wechsel bei Fiat/Chrysler und Ferrari hat direkte Auswirkungen auf die Fahrerfrage bei Ferrari für die Saison 2019, so zynisch das vor dem Hintergrund von Marchionnes Zustand klingen mag. Aus Maranello sickerte durch, dass sich Sergio Marchionne dafür starkgemacht hatte, dass Kimi Räikkönen in Rente geht. Marchionne wollte lieber ein mutiges Ferrari sehen, ein Ferrari, das auf jugendliche Frische und Eigengewächse setzt – will heissen auf den 20jährigen Monegassen Charles Leclerc anstelle des GP-Veteranen Kimi Räikkönen

Wir haben in Maranello aber auch ein Lager, das die Karte Kontinuität ausspielen will. Dazu gehört Teamchef Mauriuzio Arrivabene. Der Italiener hat immer gesagt: «So lange Kimi gute Leistungen zeigt, fährt er bei uns.» Arrivabene will Ruhe im Team bewahren, mit der Seilschaft Vettel–Räikkönen hat er die. Sky-GP-Experte Martin Brundle in Hockenheim: «Ich bin davon überzeugt, dass Leclerc über kurz oder lang in einem Ferrari sitzt. Aber als das vor wenigen Wochen als vollzogen gemeldet wurde, waren die italienischen Blätter wohl etwas voreilig.»

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