Crash Sophia Flörsch in Macau: GP-Piloten besorgt

Von Adam Cooper
Formel 1

​Max Verstappen war am Freitag in Abu Dhabi auf einem hohen Randstein aufgesessen, der Wagen komplett steuerlos. Die Fahrer machen sich auch Sorgen wegen des Unfalls von Sophie Flösch in Macau.

Es war eine der packendsten Szenen am ersten Trainingstag auf dem Yas Marina Circuit von Abu Dhabi: Max Verstappen kam am Ausgang der zweitletzten Kurve von der Bahn ab, dann ritt er fast die ganze Länge des für 2018 dort neu platzierten Randsteins hinunter und schliff dabei die Bodenplatte seines Red Bull Racing-Renners ab. Der Wagen war komplett steuerlos. Max nachher: «Ich kann verstehen, warum es diese Randsteine braucht, und ehrlich gesagt ist es gar nicht so schlecht; andernfalls fängt man wieder an, neben der Bahn zu fahren, um die schnellste Linie zu finden.»

In der Nacht auf Samstag musste am fünf Zentimeter hohen, schlafenden Polizisten gearbeitet werden: Zahlreiche Piloten waren dort neben der Bahn gewesen und hatten nicht nur die Farbe weggeschmirgelt, es waren sogar Stücke aus dem Zement gebrochen.

Der Genfer Romain Grosjean, einer der Präsidenten der Fahrervereinigung GPDA: «Der Randstein dort ist trotzdem eine gute Sache, denn jetzt können die Piloten dort nicht mehr weit ausholen und Schwung für die letzte Kurve holen. Aber wie sich der Kerb auflöste, das war nicht eben Formel-1-Niveau.»

Esteban Ocon sprach von mangelnder Qualität und fügte hinz: «Ich bin auch nicht der Ansicht, dass er so hoch sein sollte. Wer jetzt drüber fährt, der riskiert, dass sein Auto kaputtgeht. Das ist gefährlich.»

Der zweifache Sportwagen-Weltmeister Brendon Hartley meint: «Du musst dort halt etwas respektvoller fahren als zuvor. Wenn du einmal darauf reitest, dann bist zu nur noch Passagier.»

Der Randstein war auch Thema bei der Fahrerbesprechung vom Freitagabend. Ebenso wollten die GP-Piloten von Formel-1-Rennchef Charlie Whiting wissen, welchen Standpunkt die FIA zum schweren Unfall der jungen Sophia Flörsch in Macau einnimmt. Auch dort war ein schlafender Polizist gelegt worden. Toro-Rosso-Fahrer Pierre Gasly: «Wir sind der Ansicht, dass der Wagen von Sophia durch diesen Randstein ausgehebelt worden ist. Da muss es doch bessere Lösungen geben! Je nach Winkel, mit dem du auf einen solchen Randstein triffst, hebt der Wagen ab. Das ist ziemlich beunruhigend.»

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