Max Verstappen (Red Bull Racing/5.): Da geht mehr

Von Mathias Brunner
Formel 1
Max Verstappen

Max Verstappen

​Das war ein Stotterstart ins Spanien-GP-Wochenende: Ölleck am Wagen von Max Verstappen im ersten Training, daher Motorwechsel, dann ein fünfter Platz. Der Niederländer weiss: Er kann mehr.

Vor drei Jahren hat Max Verstappen hier in Spanien sensationell seinen ersten Grand Prix für Red Bull Racing gewonnen. Davon ist der Niederländer noch ein stattliches Stück entfernt. «Wir hatten im ersten freien Training ein Ölleck», erklärt der fünffache GP-Sieger. «So etwas kann vorkommen. Wir haben etwas Zeit verloren. Klar hilft das nicht, wenn du eine gute Fahrzeugbalance erarbeiten willst. Wir haben daher ein wenig mehr Arbeit als üblich. Wir werden heute Abend in Ruhe analysieren, wie sich unsere jüngsten Aero-Teile ausgewirkt haben. Vom Fahrgefühl weiss ich – die Verbesserungen haben eingeschlagen.»

Sky-GP-Experte Martin Brundle findet: «Alle haben erwartet, dass hier in Barcelona Ferrari und Red Bull Racing stark sein würden, aber ich sehe derzeit nicht drei Rennställe auf Augenhöhe. Barcelona ist ein Kurs, auf welchem die Aerodynamik eine überdurchschnittlich grosse Rolle spielt. Daher hätte ich von RBR ein wenig mehr erwartet.»

Verstappen erreicht mit dem ersten Satz weicher Pirelli die fünfbeste Zeit. Der Versuch, sich zu steigern, scheiterte: «Ich verlor auf einmal Leistung. Ich trat zwar aufs Gas, aber der Wagen beschleunigte nicht.» Das Team konnte das Problem zum Glück schnell lösen, und der Niederländer ging erneut auf die Bahn, dieses Mal für Dauerläufe.

Zwischenbilanz von Verstappen: «Ich glaube, wir verstehen die ganzen Verbesserungen. Wir bringen auch die Reifen ordentlich zum Arbeiten. Die Dauerläufe sind in Ordnung. Jetzt müssen wir aus dem Auto noch ein wenig mehr Speed herausholen. Wir haben genügend Daten sammeln können, um morgen einen Schritt nach vorne zu machen.»

Pierre Gasly ist Siebtschnellster: «Das Handling ist gut, ich fühle mich sehr wohl im Wagen, ich glaube, die ganzen Verbesserungen bringen etwas. Wir verlieren aber zu viel Zeit im ersten Sektor, gemessen an Ferrari, dem müssen wir auf den Grund gehen. Ich würde nicht zu viel auf die Freitagzeiten geben, es ist zu früh, schon ein Urteil über das Kräfteverhältnis zu fällen. Wichtig ist, dass wir mit den neuen Teilen klarkommen. Die Balance des Autos stimmt, ich brauche ein wenig mehr Abtrieb. Aber wir sind auf gutem Weg.»

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