Fernando Alonso mit Bestzeit im Trockenen

Von Dennis Grübner
Formel 1
Am Nachmittag verbesserten sich die Bedingungen

Am Nachmittag verbesserten sich die Bedingungen

Kurz nach Halbzeit der Nachmittagssession erlebten die Piloten doch noch ein einigermassen trockenes Training. Alonso fuhr dabei die Bestzeit vor Adrian Sutil.

Wetterbesserung in Spa-Francorchamps. Nach dem komplett verregneten Training am Morgen konnten die Fahrer im zweiten freien Training erstmals mit Slicks auf de Strecke. Zu Beginn gab es zwar erneut einige Runden mit den Regenreifen, doch bereits nach etwa 15 Minuten wagte sich Lewis Hamilton als Erster mit Intermediates auf die Strecke und fuhr Bestzeit.

Bei trockenen Bedingungen hatte dann Adrian Sutil die Nase vorn. Erst kurz vor dem Ende wurde die Zeit von Fernando Alonso geknackt. Was allerdings auch an einer roten Flagge, 15 Minuten vor dem Trainingsende lag. Die Rennleitung meldete, dass sich möglicherweise Zuschauer auf der Strecke befinden. TV-Bilder konnten allerdings keine Aufklärung bringen. Die Uhr tickte gnadenlos herunter. Charlie Whiting drehte im Mercedes der Race Control eine Kontrollrunde, bevor das Training dann etwa dreieinhalb Minuten vor Ende freigegeben wurde. Zu allem Überfluss wollte dann aber auch die Boxenampel nicht mehr Grün springen, was zu einer weiteren kurzen Verzögerung führte. So konnte das gesamte Feld lediglich eine gezeitete Runde absolvieren, die Fernando Alonso im Ferrari zur Bestzeit nutzte. Mit einer 1:49.032 min. distanzierte er Adrian Sutil um 0,125 Sekunden.

Lewis Hamilton belegte Platz drei. Robert Kubica landete auf Position vier vor Felipe Massa und Sebastian Vettel.

Unter nassen Bedingungen endete das Training vorzeitig für Timo Glock. Er geriet mit seinem Virgin auf die Curbs und drehte sich seitlich in die Reifenstapel – Platz 24 für den Deutschen. Fast zeitgleich verbremste sich Tonio Liuzzi, nur eine Kurve zuvor. Er touchierte mit seinem Frontflügel ebenfalls die Reifenstapel leicht, legte aber einfach den Rückwärtsgang ein und befreite sich somit wieder aus dem Kiesbett. Eine Szene von Seltenheitswert.

Michael Schumacher beendete den Freitag auf Platz zwölf vor seinem Teamkollegen Nico Rosberg. Der WM-führende Mark Webber kam nicht über Position 18 hinaus. Aufgrund der chaotischen Schlussviertelstunde lässt sich weiterhin kaum einschätzen, wer morgen als Favorit ins Qualifying geht. Am konstantesten waren am Freitag lediglich Fernando Alonso und Lewis Hamilton.

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