Silverstone-Crash Sébastien Buemi: Pirelli rätselt

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Der Westschweizer Red Bull Racing-Pilot Sébastian Buemi kam in Silverstone mit 270 km/h von der Bahn ab. Was Pirelli-Rennleiter Mario Isola in Hockenheim über den Highspeed-Crash zu sagen hat.

Bei Pirelli-Tests mit seinem Team Red Bull Racing in Silverstone kam Le-Mans-Sieger Sébastien Buemi am Ausgang der schnellen Abbey-Kurve von der Bahn ab, bei Tempo 270. Buemi hat von Problem links hinten gesprochen, möglicherweise ein schleichender Plattfuss nach Beschädigung des Reifens durch einen Fremdkörper. Die Suche nach der Unfallursache ist nicht einfach: Beim Unfall wurden Aufhängung und Reifen stark beschädigt.

Buemi fährt immer wieder Test- und Demofahrten für die vierfachen Weltmeister Red Bull Racing. So war er wesentlich an der Entwicklung der breiteren Pirelli-Reifen beteiligt, die seit 2017 eingesetzt werden. Buemi sitzt auch regelmässig im Simulator, um die RBR-Fahrer zu unterstützen. Bei der jüngsten Arbeit mit Pirelli in England geht es um die Reifenspezifikation 2020. Bis zum Unfall von Buemi gab es mit diesen Versuchsreifen nicht das geringste Problem.

Bei den Reifen an Buemis Renner zum Zeitpunkt des Unfalls handelte es sich um eine bekannte Mischung, allerdings in neuer Konstruktion. Alfa Romeo-Sauber war damit bei einem Test zuvor in Österreich gefahren.

Pirelli-Rennchef Mario Isola in Hockenheim: «Die Untersuchung des Reifens läuft noch. Wir wollen in enger Zusammenarbeit mit Red Bull Racing herausfinden, was schiefgegangen ist. Der gleiche Reifentyp hatte in Österreich keinen Anlass zur Sorge gegeben, und er war auch am ersten Silverstone-Testtag von beiden Rennställen ausprobiert worden, also von Red Bull Racing und Williams.»

«Der Unfall passierte, als Buemi nach einem Versuch zurückkam, also während einer Auslaufrunde, in Kurve 1. Der linke Hinterreifen wurde in tausend Stücke gerissen. Wir untersuchen die Reste, dazu die drei anderen Walzen von Buemis Wagen sowie die weiteren Prototypen gleicher Spezifikation, die in Silverstone im Einsatz waren. Wir haben Videoaufnahmen, wir haben Bilder der Bordkameras, wir haben die Datenaufzeichnung vom RBR-Renner. Es gibt sehr viel zu analysieren, also dauert es einen Moment.»

«Es ist unklar, was genau vorgefallen ist. Wir sehen, dass Reifen und Hinterradaufhängung zugleich kollabiert sind. Wir müssen so schnell als möglich herausfinden, wie das passieren konnte. In der nächsten Woche sollten wie die Analyse abgeschlossen haben. Derzeit schliessen wir nichts aus.»


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