Binotto (Ferrari): «Mercedes war im Rennen schneller»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto übte sich nach dem Japan-GP in Selbstkritik und räumte unumwunden ein: «Wir haben sicherlich Fehler gemacht.» Und er äusserte sich auch zu den Strafen, die Charles Leclerc kassiert hat.

Nach dem Japan-GP, den Valtteri Bottas für sich entschieden hatte, wurde Mattia Binotto gefragt, ob Ferrari im 17. WM-Lauf das Tempo gehabt hätte, um die silberne Konkurrenz in Schach zu halten – hätten seine Schützlinge Sebastian Vettel und Charles Leclerc die ersten beiden Position halten können. Der Ferrari-Teamprinzipal seufzte: «as ist schwer zu sagen. Sicher ist, dass Mercedes im Rennen den besseren Speed hatte, nicht aber im Qualifying.»

«Es ist auch wahr, dass Sebastian in der ersten Runde vor Hamilton lag und auch am Ende des Rennens vor Hamilton ins Ziel gekommen ist. Und ich glaube, dass es schwierig ist, jemanden zu überholen, wenn dessen Pace stimmt. Hätten wir nach dem Start die ersten beiden Positionen belegt, wäre es für Mercedes sicherlich knifflig geworden, zwei Autos zu überholen», vermutet der Italiener.

Gleichzeitig betonte Binotto: «Ich glaube aber nicht, dass das wirklich wichtig ist, denn ehrlich gesagt müssen wir uns anschauen, was falsch lief. Wir haben sicherlich Fehler gemacht, weil wir im Rennen nicht die Schnellsten waren – und das musst du letztlich sein. Aber wir hatten nicht das beste Tempo.»

Die Performance-Unterschiede zwischen den Auftritten am Freitag und am Sonntag erklärte Binotto folgendermassen: «Es ist immer schwierig, am Freitag das Leistungsverhältnis zu ermitteln, da wir unterschiedliche Trainingsprogramme verfolgen und auch nicht wissen, was die Konkurrenz macht. Wir hatten am Freitag einige Probleme mit dem Auto und der Reifenabbau war auch sehr hoch. Diese haben wir angepackt und versucht, ein gutes Set-up fürs Quali und Rennen hinzubekommen. Das Auto war heute sicherlich besser, wir haben also die richtigen Massnahmen ergriffen. Wir haben den Heckflügel flacher gestellt und das half uns, die Balance an der Front zu verbessern. Im Quali hatten wir die richtige Pace, aber nicht im Rennen. Der Reifenabbau war höher als bei unseren Konkurrenten.»

Auf die Frage, warum man Leclerc mit dem kaputten Frontflügel nicht gleich an die Box gerufen habe, erklärte der Ingenieur: «Charles war mit einem Schaden unterwegs und er ist es, der das Auto fährt und spürt, wie es sich anfühlt. Wir haben natürlich gesehen, dass sein Frontflügel kaputt war, wir hätten ihn also irgendwann sowieso tauschen müssen. Aber er hatte immer noch ein vernünftiges Tempo und blieb deshalb auf der Strecke. Dann hat uns die FIA aber aus Sicherheitsgründen angewiesen, an die Box zu kommen, was wir auch sofort akzeptiert haben. Die Regelhüter befanden dennoch, dass dies schneller hätte passieren können, deshalb brummten sie ihm eine 10-Sekunden-Strafe dafür auf – zusätzlich zur 5-Sekunden-Strafe, die er für den Crash mit Verstappen kassiert hatte. Dadurch verlor er eine Position.»

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