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Dr. Helmut Marko: «Gesamtsituation ist positiv»

​Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko blickt in seiner Kolumne für SPEEDWEEK.com auf den São Paulo-GP zurück und sagt, was passieren muss, damit Max Verstappen noch Titelchancen hat.

Formel 1

Im Artikel erwähnt



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Max Verstappen mit grossen Schwierigkeiten im Abschlusstraining zum WM-Lauf von Brasilien, im Grand Prix dann mit einer fabelhaften Aufholjagd – natürlich fragen sich nun viele Fans: Was hat beim Wagen von Max im São Paulo-GP funktioniert, was in der Quali eben nicht funktioniert hatte?

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Wir haben in Brasilien experimentiert mit zwei verschiedenen Unterböden, dabei sind wir in der Quali aus dem Arbeitsfenster gefallen, in welchem das Auto mit den Reifen harmoniert. Warum wir aus diesem Fenster gefallen sind, wissen wir im Detail nicht.

Generell sprechen wir hier vom grössten Manko des RB21-Rennwagens: Der Wagen weist ein derart enges Arbeitsfenster auf, dass kleinste Änderungen grosse Auswirkungen haben; wir sprechen hier von Variationen der Bodenfreiheit im Bereich eines halben Millimeters oder einer Veränderung der Pistentemperatur um wenige Grad.

Wir stehen mit diesem Problem nicht alleine da: Mercedes kämpfte in diesem Jahr schon ausgiebig damit, Ferrari ebenfalls.

Gott sei Dank haben wir das fürs Rennen hingekriegt, und das ist für mich das Entscheidende, so wie die Wiederauferstehung des ganzen Teams nach einer wirklich schwierigen Phase im Sommer.

Wenn das Titelrennen letztlich verloren geht, so liegt das in dieser Zeit nach dem Imola-Wochenende, als ein halbes Dutzend Rennen lang nur wenig funktioniert hat.

Zurück nach São Paulo: Wir haben uns mit Max in Brasilien dann für einen Start aus der Boxengasse entschieden, nach vielen Änderungen am Wagen und dem Einbau eines neuen Motors. Hand aufs Herz: Ich hatte gedacht, dass Max vielleicht auf den Rängen 5 bis 7 ins Ziel kommen würde. Dann aber hat er einmal mehr sein überragendes Talent gezeigt, und vielleicht hätte er sogar Zweiter werden können.

Denn erschwerend kam hinzu, dass wir einen schleichenden Plattfuss hatten. Daher ging unsere Strategie mit dem harten Reifen nicht auf. Wir wollten viel länger auf der Bahn bleiben. Und – im Gegensatz zu anderen Fahrern – war Verstappen auf dem harten Reifen mit gutem Speed unterwegs.

Der Plan bestand also darin, Ränge gutzumachen, wenn die Fahrer auf weichen oder mittelharten Reifen alle an die Box fahren müssen. Wir hätten auf die Abnutzung geachtet, um vielleicht sogar mit nur einem Stopp durchzufahren. Aber es kam anders.

Den Platten hat sich Max durch ein Karbonteil kollidierender Gegner eingefangen, entweder wegen Stroll gegen Bortoleto oder wegen Colapinto gegen Hamilton. Einer unserer Daten-Ingenieure hat das zum Glück bemerkt und uns sofort gewarnt. Wir hatten beim notwendigen Reifenwechsel ein wenig Glück mit der virtuellen Safety Car-Phase.

Die Funktion des harten Reifens war in Brasilien ein wenig rätselhaft: Viele Gegner hatten damit Schwierigkeiten, aber Max konnte damit sehr konkurrenzfähige Runden zeigen. Dass die harte Mischung nicht wie erwartet funktioniert, haben alle Teams in diesem Jahr schon mehrfach festgestellt.

Das Auto im Training also nicht im Arbeitsfenster, im Grand Prix schon, das ist uns in diesem Jahr leider öfter passiert, meist jedoch am Freitag. Was kann daraus für die ausstehenden Läufe von Las Vegas, Katar und Abu Dhabi gelernt werden? Wir wissen nun grundsätzlich, welchen Unterboden wir weiter verwenden, und wir wissen ebenfalls, welche Flügeleinstellung am besten funktioniert.

Wir haben für die ausstehenden Läufe also weitere Erkenntnisse gewonnen; auch dadurch, dass am Wagen von Yuki Tsunoda die ursprüngliche Konfiguration beibehalten wurde, um daraus etwas über die Abstimmung des RB21 zu lernen.

Yuki war übrigens schnell, leider war natürlich mit zwei Zehnsekunden-Strafen nicht viel auszurichten, aber von den Rundenzeiten her war der Japaner im Rennen gut unterwegs, im Training nicht.

49 Punkte Rückstand auf Norris, bei drei ausstehenden Grands Prix und einem Sprint – es muss nun bei Lando Norris jetzt schon etwas passieren, um die WM-Chancen von Max intakt zu halten, sonst haben wir keine Chance, also ein Ausfall von Lando oder eine Kollision.

Klar sind wir über den Rückstand nicht erfreut, aber das Positive für uns ist, dass wir im Laufe der Saison diesen Umschwung geschafft haben und zwar so massiv, dass wir uns auf einmal wieder im WM-Rennen befunden haben. Die Gesamtsituation ist daher positiv.

Das Kräfteverhältnis auf den letzten drei Strecken einzuschätzen, ist nicht so einfach, denn die Zeiten sind vorbei in der Formel 1, als eine Rennstrecke zu einem bestimmten Auto am besten gepasst hat. Bei Ferrari und Mercedes spielt die Tagesform eine grosse Rolle, und wenn wir die passende Abstimmung finden, dann fahren wir auf McLaren-Niveau.

Dennoch sollte Las Vegas eigentlich eher uns entgegenkommen, mit diesen schnellen Passagen; Katar und Abu Dhabi mit mittelschnellen Kurven sollten eher zu McLaren passen – aber nochmals: solche Einschätzungen haben an Gültigkeit verloren, gemessen an früher.

Starkes Mannschaftsergebnis der Racing Bulls mit Liam Lawson auf P7 und Isack Hadjar auf P8, beide schon in der Quali unter den Top-Ten, daher ein Wort zum Neuseeländer und zum Franzosen.

Lawson hat sich bei den Racing Bulls gefangen, doch seine Leistungen sind noch zu wenig konstant. Hadjar ist nicht nur für mich die Entdeckung der Saison und würde in der WM-Zwischenbilanz besser dastehen als auf P10, hatte aber vier Mal Motorenprobleme. Wenn das Auto des Parisers funktioniert, ist er jedes Mal ein sicherer Wert für die Top-Ten – das ist für seine Zukunft sehr vielversprechend.

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