Jenson Button sichert sich die Pole Position

Von Stefanie Szlapka
Jenson Button in letzter Sekunde über die Linie

Jenson Button in letzter Sekunde über die Linie

Button holt sich in letzter Sekunde Platz eins. Ferrari unterläuft wieder ein peinlicher Taktikfehler.

Man hatte kaum noch mit ihm gerechnet, doch Jenson Button schafft in wirklich allerletzter Sekunde mit einer Zeit von 1:20.527 min den Sprung auf die Pole Position. Damit verhinderte er eine erneute Pole für Sebastian Vettel, der morgen von Rang zwei ins Rennen geht. Rubens Barrichello macht die Freude bei Brawn GP komplett und sichert sich Rang drei. Felipe Massa bringt mit Rang vier Ferrari nach vorne, die sich bei Raikkönen einen deftigen Fehler erlaubten.

Q1: Peinlicher Fehler bei Ferrari

Ausnahmsweise eröffnete nicht nur Force India das Qualifying, sondern auch Heikki Kovalainen ging sofort auf die Strecke. Der Finne war auf harten Reifen unterwegs. Auch viele anderen Piloten starteten in den ersten Qualifyingteil mit harten Reifen. Bourdais, Rosberg und auch Massa und Hamilton entschieden sich gleich für die weiche Variante, die ungefähr eine halbe Sekunde schneller ist, als die harte Mischung. Den entscheidenden Stint gingen deswegn alle auf der weichen Mischung an.

Kurz vor Schluss lagen die beiden Toyota-Piloten noch am Ende des Feldes, Timo Glock schaffte aber noch rechtzeitig den Sprung in das sichere vordere Mittelfeld. Das galt auch für Barrichello und Heidfeld. Für Trulli wurde es nochmal knapp, aber er verbesserte sich noch auf den 15. Rang. Kovalainen hingegen gab auf und fuhr eine Minuten vor Ende die Box an. «Ich habe einfach nicht den Grip gefunden, den ich brauchte», so der Finne. «Deswegen konnte ich nicht mehr pushen.»

Auch Raikkönen ging am Ende nicht mehr auf die Strecke. «Ich dachte die Zeit würde reichen. Aber da haben wir einen Fehler gemacht», musste Raikkönen zugeben. «Ich war nicht schlecht drauf und das Auto auch nicht.» Damit konnten sich der Finne, Sebastian Bourdais, Heikki Kovalainen, Adrian Sutil und Giancarlo Fisichello frühzeitig umziehen.

Besonders bitter für Ferrari: Felipe Massa beendete den ersten Qualifyingteil auf Platz eins! Vor Webber, Button, Vettel und Rosberg. Für Lokalmatador Fernando Alonso war es mit Rang 14 mehr als knapp.

Q2: Hamilton kommt nicht weiter

Acht Minuten vor Schluss drehte sich Buemi in Kurve neun und rutschte ins Kiesbett. Der Schweizer kam aus eigener Kraft wieder raus und steuerte die Box an. Vier Minuten später ging er wieder auf Zeitenjagd.

In den letzten Minuten waren bis auf die ersten drei Webber, Vettel und Kubica alle auf der Strecke. Massa machte zuerst den Sack für sich zu. Glock und Rosberg schafften in letzter Sekunde den Sprung in die Top 10. Die spanischen Fans mussten erneut zittern: Mit Platz zehn schrammte Alonso wieder knapp am Aus vorbei.

Kein Glück hingegen hatten: Kazuki Nakajima, Nelson Piquet, Nick Heidfeld, Lewis Hamilton und Buemi. Eine frustrierende Situation für Hamilton: «Das Auto ist einfach nicht schnell genug. Wir werden versuchen, Plätze gut zu machen.» Schnellster des zweiten Durchganges war Rubens Barrichello, vor Mark Webber und Timo Glock. Die beiden Deutschen Vettel und Rosberg kamen auf den Rängen sechs und sieben eine Runde weiter.

Q3: In letzter Sekunde

Die Spitze wechselte in den letzten fünf Minuten ständig. Zuerst hatte Glock die Nase vorne. Dann konnte sich Barrichello mit großem Abstand vor ihn setzten. Doch Vettel konnte noch einen drauf setzen.

Im letzten und entscheidenden Angriff legte Barichello vor und übernahm die Spitze. Doch Vettel holte etwas mehr heraus und setzte sich vor den Brasilianer. Es sah schon alles nach einer Pole für den Deutsche aus, aber da gab es noch Jenson Button. Der Brite war wieder das Quäntchen schneller und verdrängte Vettel auf zwei. Der Brite hatte in der Out-Lap hart pushen müssen und ging zwei Sekunden vor Schluss gerade noch über die Linie. Reihe zwei bilden Barrichello und Massa. Hier wird morgen interessant sein, ob das KERS Massa einen Vorteil bringt.

Timo Glock beendete das Qualifying auf dem sechsten Rang hinter Webber. Die Plätze sieben und acht gingen an Trulli und Alonso. Rosberg startet morgen von der neunten Position und ist darüber überrascht und zufrieden: «Heute morgen lief es nicht gut. Im Q3 hatte ich keine Reifen mehr, da wir nicht damit gerechnet haben, so weit zu kommen.» Rang zehn ging an Robert Kubica.

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