Jonathan Wheatley (Audi) über Mercedes: «Klar ist das ein Nachteil für uns»
Audi hat sich an den ersten beiden GP-Wochenenden 2026 überaus anständig aus der Affäre gezogen. Teamchef Jonathan Wheatley spricht über einen Aspekt, der gerne mal vergessen wird.
Wissen ist Macht. Die Formel-1-Teams stecken in einer steilen Lernkurve, besonders was die Arbeit mit den komplizierten Antriebseinheiten angeht. Fakt ist: Mercedes hat nicht nur den besten 2026er Motor gebaut, sie können auch schneller Fortschritte machen als die Gegner.
Zur Erinnerung: Mit Mercedes-Antriebseinheiten fahren in dieser Saison der Werksrennstall, dann McLaren, Williams und Alpine. Mit Motoren von Red Bull Powertrains/Ford fahren Red Bull Racing und die Racing Bulls.
Ferrari-betrieben sind unterwegs das Werksteam, dazu Cadillac und Haas. Mit Honda-Motoren geht Aston Martin an den Start. Audi fährt ebenfalls solo mit dem eigenen Rennstall (früher Sauber).
Wheatley: «Mercedes lernt viel mehr»
Im Fahrerlager des Shanghai International Circuit ist Audi-Teamchef Jonathan Wheatley auf diese Tatsache angesprochen worden. Der 58-jährige Engländer sagt: «Wenn man sich die Kilometer anschaut, welche die Mercedes-Motorenteams während der Wintertests zurückgelegt haben, so kommen wir auf ungefähr das Vierfache dessen, was wir schaffen konnten. Und wir hatten ein zuverlässiges Programm, wir sind viel zum Fahren gekommen.»
«Sie lernen daher in einem höheren Tempo, das müssen wir ganz realistisch eingestehen. Aber wir stehen am Anfang unseres Projekts. Wir haben darüber gesprochen, dass unsere Ambition momentan darin besteht, ein Herausforderer zu sein und später zum Konkurrenten zu wachsen.»
«Einen modernen Antrieb für die Formel 1 zu entwickeln, das ist unglaublich herausfordernd und faszinierend – die Technik entwickelt sich in einem atemberaubenden Tempo. Es wird äusserst interessant sein zu beobachten, wie sich die Antriebseinheiten in den kommenden Monaten weiterentwickeln.»
«Was uns angeht, so konzentrieren wir uns derzeit ganz auf die eigene Arbeit. Wir sind noch Jahre davon entfernt, Kunden unterstützen zu können.»
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