Surtees fordert mehr Sicherheit

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
John und Henry Surtees

John und Henry Surtees

John Surtees hofft, dass aus dem tödlichen Unfall seines Sohnes Henry Lehren gezogen werden, die den Motorsport sicherer machen.

Henry Surtees, der 18-jährige Sohn von John Surtees, dem Formel-1-Weltmeisters von 1964, erlag am 19. Juli seinen Verletzungen, nachdem er beim Formel-2-Rennen in Brands Hatch von einem Rad eines Konkurrenten am Kopf getroffen worden war.

Nach Felipe Massas Unfall beim Ungarn-GP, bei dem der Brasilianer von einer 800 Gramm schweren Feder, die sich bei BrawnGP-Fahrer Rubens Barrichello gelöst hatte, am Kopf getroffen worden war, fordert Surtees Änderungen, damit solche Unfälle in Zukunft vermieden werden können.

«Wieso löste sich das Rad und wieso bewegte es sich mit solch einer hohen Geschwindigkeit? Da gibt es noch viel zu lernen», sagte er gegenüber BBC South News. «Heute Morgen hatte ich Bernie Ecclestone am Draht und wir sprachen genau über diese Probleme. Wir müssen sicherstellen, dass Henrys Tod nicht nutzlos war.»

Surtees verrät, dass er auch schon mit Massa darüber geredet hat. «Dieses Zusammentreffen von Zufällen ist verrückt, doch daraus wird sich etwas Gutes entwickeln. Zu meiner aktiven Zeit endeten viele Karrieren tragisch, einerseits wegen der Strecken, andererseits aber auch wegen der Boliden in dieser Zeit. Erst als viel Geld floss, wurde die Sicherheit erhöht. Die Ironie ist, dass Motorsport im Vergleich zu anderen Dingen sehr sicher ist.»

Surtees sprach nach dem Tod von Henry erstmals über seinen Sohn: «In Brands Hatch schüttelten wir in der Startaufstellung noch die Hände, das war ein letzter Abschiedsgruss, wie sich herausstellte.»

«Zur Zeit ist da nur eine grosse Leere, ich warte immer noch darauf, dass er zur Tür reinkommt. Wir müssen einfach damit leben lernen und uns an die guten Zeiten erinnern.» Die Familie Surtees will nun eine nach Henry benannte Stiftung gründen. An der Beerdigung sammelte sie Spenden für die wohltätige Organisation Headway, die sich für Hirnverletzte einsetzt.

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