McLaren-Honda: Sticheleien gegen Red Bull Racing

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Jenson Button musste das Rennen in Kanada schliesslich vorzeitig an der Box beenden

Jenson Button musste das Rennen in Kanada schliesslich vorzeitig an der Box beenden

Der Kanada-GP verlief für McLaren frustrierend. Weder Fernando Alonso noch Jenson Button sahen das Ziel. McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale betonte: «Wir gehen nicht wie andere auf den Motorenpartner los.»

Für McLaren-Honda verlief das siebte Rennen der Formel-1-Saison 2015 so gar nicht nach Plan. Erst musste Fernando Alonso das Rennen in Runde 47 in der Box beenden. Zehn Umläufe später wurde auch Jenson Button angewiesen, seinen Wagen in die Box zu bringen.

«Das war ein Problem mit der Antriebseinheit, aber genaueres können wir noch nicht sagen», verriet Button nach dem Rennen. «Das war sicher ein schwieriger Tag – für mich noch mehr als für die Gegner, denn ich musste das Feld von hinten aufrollen und auch noch eine Boxendurchfahrtsstrafe absolvieren. Es ist schon frustrierend, wenn man von den Spitzenreitern überrundet wird, sie an die Box gehen und danach gleich wieder an deinem Heck kleben.»

Der 35-jährige Brite fügte an: «Ich hoffe, dass wir in Österreich mit den neuen Teilen wieder einen Schritt nach vorne machen können. Wir dürfen nicht vergessen: Wir haben in diesem Jahr schon so viele Fortschritte erzielt.»

Auch Alonso macht sich Mut: «Wir müssen noch viele Dinge richtig hinbekommen, denn das war mein dritter Ausfall in Folge. Aber wir können derzeit nicht viel machen ausser noch härter zu arbeiten. Ich habe die Teile gesehen, die in den nächsten Rennen zum Einsatz kommen sollen. Die machen Sinn. Mal schauen, wie es weitergeht.»

Der Weltmeister von 2005 und 2006, der sich über Boxenfunk weigerte, Sprit zu sparen, erklärte auch: «Das war kein Frust. Ich hatte ein paar nette Duelle und wurde dabei angewiesen, die Reifen zu schonen und Sprit zu sparen. Nachdem ich vier Mal darauf hingewiesen wurde, habe ich mir gewünscht, dass man mich fahren lässt, solange die Gegner in Schlagdistanz waren. Ich sagte: Wenn ich dann später alleine unterwegs bin und kein Gegner in Sicht ist, kann ich immer noch Sprit sparen.»

Auch Alonso bestätigt, dass vor allem die Motorenpower fehlte: «Wenn du auf der Geraden keine Power hast, dann kannst du auch keinen überholen. Ich war einfach zu langsam, um mir einen Gegner zu schnappen und musste mich mehr verteidigen als ich angreifen konnte. Das war sehr schade.»

Doch McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale relativierte: «Natürlich war das ein schwieriges Wochenende, wir wissen, dass das Motorenkontingent nur vier Triebwerke pro Saison und nicht pro Rennen vorsieht. Aber wir werden nicht den Kopf hängen lassen und stehen zu unserem Motorenpartner. Wir machen diese Phase als ein Team durch und gehen jetzt nicht wie andere auf den Motorenpartner los und sprechen plötzlich von Chassis- und Motoren-Hersteller. Wir sind ein Team und wir arbeiten gemeinsam daran, die Probleme aus der Welt zu schaffen.»

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