Fabio Di Giannantonio erklärt: So funktionieren die Ducati-Aero-Pakete
Ganz vorne war VR46-Athlet Fabio Di Giannantonio in der Testphase nicht zu sehen, doch wenn es zählt, will der Römer mitmischen – auch dank seinem Verständnis für die beste Spezifikation der Ducati.
Fabio Di Giannantonio, der wie Marc Marquez, Bagnaia und Fermin Aldeguer zu dem erlesenen Club jener Piloten zählt, die direkt bei Ducati Corse unter Vertrag sind, strahlt vor der ersten GP-Auftakt-Session in Buriram große Zuversicht aus. Verantwortlich für die breiten Schultern des VR46-Piloten ist eine ganze Reihe Faktoren. Zum einen die Tests selbst.
Die fünf Tage in Sepang und Buriram verliefen auf der Ducati GP26 für Di Giannantonio wie erhofft, auch wenn Platz 9 mit einer halben Sekunde Rückstand auf die Bestzeit bei der letzten Bestandsaufnahme an Ort und Stelle wenig spektakulär anmutet. Die Erleichterung erklärte «Diggia» so: «In Sepang lief es sehr gut, aber ich war dennoch verunsichert. Zwar ist Sepang eine gute Teststrecke, aber es ist eben nur eine Strecke und mir hat die Sicherheit gefehlt, dass unser Paket rundum passt. Und die habe ich mir hier in Thailand geholt – ich habe sehr viel Vertrauen.»
Ducati und große Puzzle der Spezifikationen
Fabio Di Giannantonio schob die technische Begründung gleich nach: «Ich profitiere davon, erstmals von Beginn an komplett in die Weiterentwicklung des Bikes für 2026 eingebunden bin. Es ist ja nicht so, dass Ducati ein neues Bike hinstellt und fertig. Es ist ein sehr feinfühliger Prozess und es gibt sehr viele Möglichkeiten, das Motorrad zu konfigurieren. Das Verständnis bei Ducati dafür ist sehr groß und auch mein Verständnis ist gewachsen.«
Als Kern beschrieb Di Giannantonio erneut die Aerodynamik: «Die richtige Verkleidung kann einen großen Unterschied machen, aber es muss zum gesamten Paket und auch zu den Daten des Chassis passen. Es kann etwa auch ein neues Aero-Teil sehr gut mit einem bestehenden oder älteren Teil des Chassis zusammenpassen. Dieses Gesamtbild ist jetzt vorhanden.»
Einen erheblichen Faktor sieht die 27-Jährige aus dem Rossi-Rennstall dann auch bei sich. «Erstmals als Pilot in meiner Rolle für Ducati Corse konnte ich mich über den Winter perfekt vorbereiten. Letztes Jahr war es nicht möglich, Muskeln aufzubauen – nun konnte ich ideal trainieren. Körperlich befinde ich mich in der besten Form.»
Unterm Strich fällt die Ansage der Startnummer 49 entsprechend positiv aus. «Wir sind absolut startklar und bereit, die lange Saison anzugehen!», so Di Giannatonio. Und weiter auf die Frage nach der eigenen Erwartung: «Das Podest – warum nicht?»
Fakt ist: Auch Fabio Di Giannantonio ist Teil des Ducati-Bollwerks. Die Tests haben gezeigt, dass es dem Technik-Team gelungen ist, aus dem Einzelfall Marc Marquez ein nahezu gleich schnelles Quintett zu formen – und Di Giannantonio ist ein leuchtend gelber Teil davon.
Ergebnisse MotoGP-Test Buriram (kombinierte Rundenzeiten):
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
1:28,668 min
2.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,097 sec
3.
Marc Marquez (E)
Ducati
0,168
4.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
0,215
5.
Alex Marquez (E)
Ducati
0,293
6.
Pedro Acosta (E)
KTM
0,353
7.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
0,403
8.
Jorge Martin (E)
Aprilia
0,499
9.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
0,505
10.
Joan Mir (E)
Honda
0,628
11.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
0,634
12.
Brad Binder (ZA)
KTM
0,724
13.
Luca Marini (I)
Honda
0,783
14.
Johann Zarco (F)
Honda
0,799
15.
Maverick Vinales (E)
KTM
0,872
16.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
1,004
17.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
1,033
18.
Enea Bastianini (I)
KTM
1,060
19.
Diogo Moreira (BR)
Honda
1,252
20.
Alex Rins (E)
Yamaha
1,434
21.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
2,104
22.
Michele Pirro (I)
Ducati
3,109
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