Jorge Martin geläutert: «Versuchte Dinge mit dem Bike, die unmöglich waren»
«Ich will nicht mehr unternehmen, als ich leisten kann», formulierte Aprilia-Werksfahrer Jorge Martin (28) seine Vorsätze für den MotoGP-Saisonauftakt am kommenden Wochenende in Buriram/Thailand.
Mit der Startnummer 1 des Champions auf dem Motorrad erlebte Jorge Martin 2025 das schlimmste Jahr seiner MotoGP-Karriere. Von seinen zahlreichen Verletzungen hat er sich erholt, jegliche Vorbehalte gegenüber Aprilia sind ausgeräumt und während der Wintertests kam der Madrilene immer besser in Schwung.
Den Buriram-Test am vergangenen Wochenende schloss er als Achter der kombinierten Zeitenliste ab, eine halbe Sekunde hinter der Bestzeit seines Teamkollegen Marco Bezzecchi. «Ich will klug sein, meinen Job erledigen und bin optimistisch», erzählte Martin am Donnerstagnachmittag bei seinem Treffen mit den Medien in Thailand. «Es ist schön, dass wir hier getestet haben und jetzt das Rennen kommt, so ist viel Arbeit bereits erledigt. Mein längster Run waren zwölf Runden am Stück, ein Sprint. Jetzt geht es nur noch darum die Abstimmung anzupassen und ich kann mich mehr aufs Fahren konzentrieren. Ein Test ist ein Test und ein Rennen ein Rennen – alle werden sehr gut sein.»
Jorge Martin versuchte das Unmögliche
«Ich will nicht mehr unternehmen, als ich leisten kann», gibt sich der achtfache MotoGP-Sieger geläutert. «Letztes Jahr hatte ich mehrere Comebacks und versuchte Dinge, die damals für mich mit dem Motorrad unmöglich waren. Jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich mir erst darüber klar werden will, wo das Motorrad steht und wo ich hinwill. Unnötige Risiken eingehen bringt nichts. Klar ist aber auch: Ich gebe 100 Prozent und fühle mich gut und fit. Wenn du in Buriram entspannt fahren kannst, dann ist die Strecke körperlich nicht so anstrengend, es gibt schlimmere. Aber wenn du Druck machst, ist es immer anstrengend, vor allem bei dieser Hitze. Mein Körper hat auf den Test gut reagiert, auch wenn ich zwei Tage lang zerstört und sehr müde war. Aber das ist gut, weil sich mein Körper wieder an die MotoGP-Maschine angepasst hat und ich für das Rennen in einem besseren Zustand sein werde. Fest steht aber auch, dass ich Raum für Verbesserungen habe, daran werde ich in den kommenden Wochen arbeiten. Das ist ein Prozess, es dauert seine Zeit, bis der Körper wieder bei 100 Prozent ist.»
Wenn du Druck machst, ist es immer anstrengend, vor allem bei dieser Hitze.jorge martin
Abschließend meinte Martin: «MotoGP-Bikes sind heute viel komplizierter als in der Vergangenheit. Wenn du eine Änderung vornehmen willst, ist das schwieriger. Früher gab es den Rahmen und den Motor, heute hat die Aerodynamik einen großen Einfluss, den du berücksichtigen musst. Es gibt verschiedene Spezifikationen, die das Motorrad grundlegend verändern. Es ist hart, diese ganzen Sachen zu verstehen. Wir sind Spitzenfahrer und gewöhnen uns daran, aber es ist schwieriger.»
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