Toto Wolff (Mercedes): Max Verstappen – keine Chance

Von Mathias Brunner
Formel 1
Jos Verstappen, Toto Wolff und Max Verstappen: Die richtigen Signale gesendet

Jos Verstappen, Toto Wolff und Max Verstappen: Die richtigen Signale gesendet

​Einhellige Meinung der Experten: Max Verstappen zu Red Bull Racing zu holen, das war ein genialer Schachzug um sicherzustellen, dass der Niederländer nicht bei Ferrari landet. Oder im Silberpfeil.

Blöd ist Jos Verstappen nicht. Sich zusammen mit seinem Sohn Max mitten im Formel-1-Fahrerlager immer mal wieder beim Kaffee mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff zu zeigen, das hat durchaus die richtigen Signale gesendet.

Was dann in der vergangenen Woche passiert ist, hat Schlagzeilen gemacht: Red Bull versetzte Daniil Kvyat zurück zu Toro Rosso und holte das Jahrzehntetalent Verstappen ins Hauptteam. Mit einem neuen Vertrag, der den 18jährigen Niederländer auf Jahre hinaus an Red Bull Racing bindet.

Bleibt die Frage: Gab es überhaupt je eine echte Möglichkeit für Mercedes, sich die Dienste von Max Verstappen zu sichern?

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff dazu in Spanien: «Jos kennt jeden Kniff dieses Geschäfts. Und jeder weiss, wie gut Max ist. Sein Aufstieg ist atemraubend. Aber wir hatten nie ernsthafte Verhandlungen, weil er bei Red Bull in festen Händen ist. Als es drauf ankam, konnte Red Bull ihm etwas bieten, das wir eben nicht offerieren konnten – ein Renncockpit schon für 2015. Damit war das Thema gegessen. Nun hat sich alles so entwickelt, wie sich Jos das vorgestellt hat. Ob unser Gespräch in Russland etwas bewirkt hat? Das glaube ich nicht. Max Verstappen hat seine Leistungen für sich sprechen lassen.»

In Barcelona ist rohe Motorleistung nicht so wichtig wie etwa in Russland. Woher kommt der Vorsprung von Mercedes? Toto Wolff: «Die grösste Stärke ist das Handling im dritten Sektor, da waren wir schon bei den Wintertests ganz stark. Aber ich glaube, die Mischung stimmt bei uns einfach aus einem exzellenten Motor und einem tollen Chassis. Selbst in den schnellen Kurven, wo Red Bull sehr gut ist, können wir mithalten. Und wir haben die Abstimmung hier exakt auf den Punkt gebracht, auch als die höheren Pistentemperaturen die Arbeit knifflig machten.»

Das Silberpfeilduo fährt zum Spanien-GP mit einem ungewöhnlichen Schatten los – dahinter lauert Red Bull Racing, nicht das Ferrari-Duo wie üblich. Kam das für den Wiener Wolff überraschend? «Ja, schon. Denn Ferrari war in den Trainings zuvor eigentlich recht stark. Auf einmal war ihr Speed weg. Ich kann mir das nur mit den Reifen vorstellen.»

«Fürs Rennen müssen wir es zunächst einmal schaffen, gut vom Start wegzukommen. Die Geschichte hat gezeigt, dass dies nicht selbstverständlich ist. In den Dauerläufen hat Red Bull Racing stark gewirkt. Da fürchten wir aber niemanden. Alles wird vom Start abhängen. Wir wissen jedoch , dass Renault für Red Bull einen kraftvolleren Motor bringt. Wir zweifeln keine Sekunde daran, dass wir einen ernsthaften Gegner mehr bekommen.»

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