Superbike-Rookie Mattia Rato (Yamaha): «Was habe ich hier zu suchen?»
Von den Rookies der Superbike-WM 2026 ist Mattia Rato der mit der wenigsten Erfahrung und der, der den größten Sprung vollzieht. So lief es für den Yamaha-Piloten bei seinem Debüt auf Phillip Island.
Die Verpflichtung von Mattia Rato durch das Yamaha-Team Motoxracing war eine Überraschung. Denn der Italiener ist mit 21 Jahren nicht nur einer der jüngsten Piloten der Superbike-WM 2026 – nur Alberto Surra (Ducati) ist vier Monate jünger – , auch nichts in seinem Lebenslauf sprach für einen Wechsel in die Top-Kategorie der seriennahen Weltmeisterschaft. Rato absolvierte 2025 die italienische Supersport-Serie (Gesamtdritter) und internationale Erfahrung hatte er nur durch drei Gaststarts in der Moto2 und Supersport-WM.
Seine Feuertaufe hatte der aus Monza stammende Italiener unmittelbar vor dem Saisonauftakt beim Phillip-Island-Test. Als Letzter der kombinierten Zeitenliste hatte er 3,3 sec Rückstand auf die Testbestzeit von Ducati-Star Nicolò Bulega und immer noch 1,2 sec Rückstand auf den vorletzten, seinen Teamkollegen Bahattin Sofuoglu.
Auch weil selbst die Werksmotorräder von Yamaha auf Phillip Island unterlegen waren, waren die Punkteränge mit der privaten R1 von Motoxracing unter normalen Umständen außer Reichweite. In den drei Rennen fuhr der 21-Jährige im ersten Lauf und im Superpole-Race die Plätze 17 und 20 ein – beide Male als Letzter mit 1:14 min und 29 sec Rückstand auf den Sieger.
«Im ersten Rennen war ich nicht wirklich unter den Topfahrern, ganz im Gegenteil», erzählte der Yamaha-Privatier bei Corsedimoto. «Im Sprintrennen konnte ich ein paar Fahrer überholen und war etwas weiter vorn im Feld. Zu Beginn des Rennens hatte ich Lecuona und Oliveira hinter mir. Beide überholten mich, und es war ein komisches Gefühl, sie da zu sehen. Von ihnen überholt zu werden, hat mich irgendwie irritiert; ich fragte mich: Was habe ich hier zu suchen? Mir war das gar nicht so bewusst. Letztendlich waren die Zeiten angesichts meiner Startposition recht gut. Ich bin sehr zufrieden, und das Team auch.»
Im zweiten Lauf stürzte Rato. «Ich war etwas zu ungestüm», schmunzelte Motoxracing-Pilot. «Ich habe in drei Außenkurven viele Fahrer überholt und bin dann in der vierten Kurve von der Strecke gerutscht.»
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