FIM-Präsident zu Phillip-Island-Aus: «War klar, dass dies passieren wird»
Mitte Februar wurde verlautbart, dass der Australien-GP ab 2027 nicht mehr auf dem Phillip Island Circuit ausgetragen wird. Laut FIM-Präsident Jorge Viegas war dies eine wirtschaftliche Entscheidung.
Die Nachricht, dass die legendäre Rennstrecke auf Phillip Island aus dem Kalender fliegt und 2027 nicht mehr Austragungsort der MotoGP-WM ist, hat bei den Fans auf der ganzen Welt für große Entrüstung gesorgt. Auch viele Fahrer waren schockiert, der 4,45 km lange Kurs ist auch bei ihnen sehr beliebt.
Der Vertrag für den Australien-GP auf Phillip Island läuft bis Ende 2026. Die Strecke ist spektakulär, die Infrastruktur ist aber nicht mehr zeitgemäß – unter anderem sind die Boxengebäude zu klein und veraltet. Der neue Austragungsort für den Großen Preis von Australien wird ab nächstem Jahr Adelaide sein – dort wird ein Stadtkurs errichtet.
Liberty Media: Unterhaltungskonzern, der eine gute Show will
FIM-Präsident Jorge Viegas erklärte, weshalb es überhaupt so weit kam, dass eine so beliebte Strecke wie Phillip Island in Zukunft nicht mehr Teil der MotoGP-WM sein wird. «Es war klar, dass dies früher oder später passieren wird. Vor zehn Jahren wurden sie gebeten, die Einrichtungen zu verbessern, und jedes Jahr antworteten sie: ‘Ja, ja, ja, wir werden es tun‘. Aber es ist nie geschehen. Jetzt ist es vorbei, weil Adelaide ein gutes Angebot gemacht hat», betonte Viegas in einem Interview von Motorcycle News. Die Entscheidung ist ganz im Sinne von Liberty Media gefallen. «Es ist nicht mehr die Dorna, sondern ein Unterhaltungskonzern, der eine gute Show machen will, und wir wissen, dass die MotoGP mit der Übernahme durch Liberty wachsen will. Sie sind daran interessiert, die MotoGP größer zu machen. Wir müssen neues Publikum, neue Zuschauer gewinnen.»
Auch die Unterbringungsmöglichkeiten auf Phillip Island seien begrenzt. «Jeder liebt diese Strecke. Aber wenn man die Leute zu etwas Besonderem einladen möchte und es keine Hotels gibt, dann ist es wirklich schwierig. Ich denke, es ist eine Business-Entscheidung.»
Adelaide: Alle Sicherheitsbedingungen müssen erfüllt sein
Über die neue Piste in Adelaide ist bislang wenig bekannt. Auch Viegas weiß noch nicht viel darüber. «Ich war noch nicht dort, aber ich werde nächsten Freitag mit unserem Sicherheitsbeauftragten sprechen, da er derjenige ist, der die Strecke homologieren muss», so Viegas. «Die gesamte Homologierung der Strecken erfolgt durch die FIM. Wir werden die Strecke nicht homologieren, wenn sie nicht absolut sicher ist. Wenn also alle Sicherheitsbedingungen erfüllt sind, bin ich damit zufrieden.»
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