Günther Steiner: «Funk-Regeln müssen klarer werden»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Günther Steiner: ««Es wäre aber nicht gut, den Funkverkehr ganz einzustellen»

Günther Steiner: ««Es wäre aber nicht gut, den Funkverkehr ganz einzustellen»

Auch Günther Steiner macht sich angesichts des Funk-Chaos von Silverstone Sorgen. Der Haas F1-Teamchef fordert eine genauere Formulierung der Regeln, betont aber: «Ich würde das nicht machen wollen.»

Die 10-Sekunden-Strafe, die Nico Rosberg nach dem Grossbritannien-GP von den Rennkommissaren für das Brechen der Funk-Regeln aufgebrummt bekam, sorgt im Fahrerlager der Königsklasse für viele Diskussionen. Der WM-Leader wurde angewiesen, den siebten Gang wenn möglich nicht zu nutzen – was bereits einen Verstoss gegen die strengeren Funk-Regeln darstellt, die in diesem Jahr eingeführt wurden, um den Piloten wieder mehr Eigenverantwortung am Steuer aufzubürden.

Die seitenlangen Direktiven darüber, was denn nun am Funk erlaubt ist und was nicht, haben offenbar selbst die Profis von Mercedes nicht richtig interpretiert. Nicht zuletzt deshalb fordert nun auch Haas-F1-Teamchef Günther Steiner, dass der Automobilweltverband die Funk-Regeln klarer definieren muss. «Wir fordern das im Sinne des Sports, nicht um irgendwelche Regeln zu brechen», betont er.

Aber wie einfach ist das schon?», fragt der Südtiroler, und gesteht: «Ich würde das nicht machen wollen.» Steiner sagt aber auch: «Es wäre aber nicht gut, den Funkverkehr ganz einzustellen, wie das einige gefordert hatten. Denn damit würde man dem Sport eine reizvolle Komponente nehmen.»

Der 51-Jährige fügt an: «Die grösste Schwierigkeit besteht darin, sich ein Urteil darüber zu bilden, was erlaubt und was verboten ist. Es gibt keine klare Abgrenzung.»

Und Steiner erklärt: «Wenn ein Team die Strategie nicht beeinflussen kann und es am Fahrer alleine liegt, dann ist das in meinen Augen nicht fair. Es ist ein Teamsport, und da gehört die Zusammenarbeit dazu. Aber es ist auch nicht richtig, wenn man dem Fahrer sagt, wie er starten muss. Denn dann verkommt das Auto zur PlayStation.»

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