Yuki Tsunoda (Red Bull Racing): «Bis zum Ende alles gegeben»
Sein letztes Rennen für Red Bull Racing als Stammfahrer beendete Yuki Tsunoda auf Platz 14. Er gab bis zum Schluss alles, wurde aber von einer Strafe für ein Verteidigungsmanöver ausgebremst.
Abtritt mit Platz 14 – aber als ganz großer Teamplayer. Yuki Tsunodas Zeit als Stammfahrer für Red Bull Racing endete mit dem Abu-Dhabi-Grand-Prix. Kommende Saison wird Tsunoda Reservefahrer für Red Bull Racing und das Schwesterteam Racing Bulls sein. Isack Hadjar übernimmt das Cockpit von Tsunoda, bei den Racing Bulls gibt Arvid Lindblad sein Debüt.
In seinem letzten Ritt als Stammfahrer reichte es nur für Platz 14. Tsunoda: «Ich habe wirklich mein Bestes gegeben, um Punkte zu holen, und ich glaube, das wäre auch möglich gewesen, aber die Strafe hat es schwierig gemacht.» Weil er zu hart gegen Lando Norris verteidigte und dabei zu oft hin- und hergelenkt hatte, sprach die Rennleitung eine Zeitstrafe gegen ihn aus. Tsunoda hatte Teamgeist bewiesen, alles für die Titelchance seines Teamkollegen Max Verstappen gegeben beim Versuch, Norris aufzuhalten – Tsunoda opferte damit sein letztes Rennen. Er wurde am Ende 14. Teamchef Laurent Mekies: «Ich möchte mich bei Yuki bedanken, der heute großartiges Teamplay gezeigt hat.»
Tsunoda: «Wir haben uns für eine andere Strategie entschieden und sind bis zum Kampf mit Lando gut gefahren. Ich habe versucht, ihn aufzuhalten, aber er war ziemlich schnell, und dann habe ich eine frustrierende Strafe bekommen.» Und damit war der Kampf um die Punkte so ziemlich gelaufen. Tsunoda war als Zehnter gestartet.
Der Japaner resümiert: «Ich kann auf dieses Jahr zurückblicken und weiß, dass ich bis zum Schluss alles gegeben habe. In dieser Saison fehlte mir oft das Quäntchen Glück, das man manchmal braucht, um den Unterschied zu machen, aber so ist das im Rennsport.»
Für seinen Teamkollegen, Abu-Dhabi-Sieger Max Verstappen, und auch für Weltmeister Lando Norris hat Tsunoda warme Worte: «Herzlichen Glückwunsch an Lando – er war das ganze Jahr über hervorragend und ist heute Abend ein solides Rennen gefahren, um seinen ersten Titel zu gewinnen. Glückwünsche auch an Max für seinen Sieg und eine fantastische Saison. Er und sein Team haben bis zum Schluss alles gegeben und sind nur knapp gescheitert.» Und Tsunoda stellt klar: «Er ist der beste Fahrer im Feld. Wenn man sieht, wie er arbeitet und alles aus sich herausholt, wird deutlich, wie gut er ist, und er hat auch die richtige Mentalität dafür. Das ist sehr inspirierend. Ich möchte mich bei den Ingenieuren, Mechanikern und dem gesamten Team für diese Saison bedanken. Ich werde auch in der nächsten Saison dabei sein, daher ist dies kein endgültiger Abschied.» Die Formel-1-Welt wird den sympathischen Japaner wiedersehen – aber in anderer Rolle.
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