Formel E

Mercedes EQ Silver Arrow: Ein Auto für eine neue Ära

Von Otto Zuber - 12.09.2019 12:00

Neue Rennserie, neue Herausforderung, neues Rennauto: Vorhang auf für den Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01.

Anfang März dieses Jahres erblickte der erste vollelektrische Rennwagen der Marke im Rahmen des Internationalen Automobil-Salons in Genf das Licht der Welt - damals noch mit einer besonderen «Teaser Livery».

Kurz darauf erfolgte Ende März im italienischen Varano die erste Ausfahrt mit dem neuen Boliden, dessen Testfahrten das Team in den folgenden Monaten unter anderem in Italien und auf Mallorca fortsetzte.

Das Gen2-Rennauto der Formel E weist ein im Motorsport einzigartiges Design auf. Während es sich beim Chassis um ein Einheitsteil handelt, können die Teams bei der Entwicklung des Antriebsstrangs ihre technische Kompetenz unter Beweis stellen.

So dürfen die Bestandteile des Antriebsstrangs (Inverter, Motor, Getriebe, Teile der Hinterachse sowie die Software für das Energie-Management) frei entwickelt werden.

Stoffel Vandoorne kennt das Auto schon von den Testfahrten in Varano und auf Mallorca. «Wir haben gute Fortschritte erzielt und alles ist rund gelaufen», sagte er. «Es ist spannend, nach den ersten Funktionstests langsam die Arbeit an unterschiedlichen Bereichen aufzunehmen.»

Nyck des Vries ist das Gen2-Auto ebenfalls schon in der Vergangenheit gefahren, so dass es für ihn kein komplettes Neuland ist, wenn er zum ersten Mal in seinem neuen Auto Platz nehmen wird. «Aber das Formel-E-Auto ist ganz anders als alle Fahrzeuge, die ich bislang gefahren bin», betonte er. «Es ist eine sehr große Herausforderung und das Wettbewerbsniveau ist extrem hoch. Es sind sehr viele starke und angesehene Fahrer in der Meisterschaft aktiv, die Autos sind relativ ähnlich, aber es gibt viel mehr Freiheiten als zum Beispiel in der Formel 2, all das zusammen macht es zu einer unheimlich spannenden Rennserie.»

Bis zum Renndebüt des neuen Silver Arrow 01 beim Saisonauftakt in Ad Diriyah Ende November erwartet das Team noch jede Menge Arbeit. «Die Zeit vergeht wie im Flug und es gibt noch viel zu tun», sagte Stoffel. «Uns bleiben nur noch wenige Testtage bis zum Saisonauftakt in Saudi-Arabien, der mit riesigen Schritten näher rückt. Es wird eine große Herausforderung, der ich aber zuversichtlich entgegenblicke.»


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