9h Kyalami: Porsche siegt und holt auch beide Titel

Von Oliver Müller
Intercontinental GT Challenge
Gewinnt in Kyalami: Der Porsche 911 GT3 R vom Frikadelli Racing Team

Gewinnt in Kyalami: Der Porsche 911 GT3 R vom Frikadelli Racing Team

Mathieu Jaminet, Dennis Olsen und Nick Tandy triumphieren bei den 9 Stunden von Kyalami im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing. Fahrer- und Hersteller-Titel in der Intercontinental GT Challenge gehen auch an Porsche.

Die Wiederbelebung der 9 Stunden von Kyalami wurde für Porsche zum totalen Triumphzug. Beim Finale der Intercontinental GT Challenge siegte der 911 GT3 R von Mathieu Jaminet, Dennis Olsen und Nick Tandy (Frikadelli Racing) mit einem Vorsprung von 6,745 Sekunden auf den zweitplatzierten Walkenhorst-BMW M6 GT3. «Der Porsche 911 GT3 R war im sehr engen Wettbewerb der GT3-Hersteller das stärkste Fahrzeug. Wir waren die Schnellsten bei trockenen Bedingungen, im Regen war der Neunelfer das Maß der Dinge», jubelte Tandy, der auch die schnellste Rennrunde und zuvor die Pole-Position eingefahren hatte.

Schon zu Rennbeginn macht Porsche seine Ambitionen unmissverständlich klar, als drei 911 GT3 R das Feld weite Teile anführten. Hauptsächlich befand sich aber der Wagen von Michael Christensen, Kévin Estre und Richard Lietz (GPX) an der Spitze des Feldes. Kurz vor Rennmitte gab es dann jedoch einen kleinen Schock im Porsche-Lager. Christensen wurde etwas im Verkehr aufgehalten, sodass ihm Tandy ins Heck rauschte, was die beiden führenden 911 in einen Dreher schickte. Der Brite bekam dafür sogar eine Durchfahrtsstrafe.

Gut zwei Stunden vor Rennende kam dann ein Gewitter mit überaus heftigen Regenfällen an der 4,522 Kilometer langen Strecke an, was eine lange Safety-Car-Phase auf den Plan rief, die das Feld auch ein wenig durchmischte. Erst knapp eine halbe Stunde vor Schluss gab Rennleiter Alain Adam das Rennen nochmals für einen Sprint frei. Dabei setzte sich Tandy gekonnt in Szene, fuhr wieder an die Spitze und holte für sich und seine beiden Wagenpartner Mathieu Jaminet und Dennis Olsen den Laufsieg.

Rang zwei ging an den BMW M6 GT3 von Christian Krognes, Mikkel Jensen und Nicky Catsburg (Walkenhorst Motorsport), der von Platz 16 aus gestartet war, aber über die Renndistanz eine starke Aufholjagd bot. «Es ist ziemlich unglaublich nach dem Qualifying-Ergebnis. Mit Platz zwei hatten wir nicht gerechnet. Es ist wirklich klasse», meinte Catsburg. Das Podium komplettierte der zu Rennbeginn lange Zeit führende Porsche von Christensen, Estre und Lietz vor dem R8 LMS vom Audi Sport Team Land mit Markus Winkelhock, Christopher Mies und Christopher Haase. Hier das Rennergebnis zum Nachlesen.

Da die 9 Stunden von Kyalami auch das Finale der Intercontinental GT Challenge darstellten, wurden folglich auch die Titel vergeben. Durch den Laufsieg konnte Porsche Young Professional Dennis Olsen sich die Fahrerkrone aufsetzen. «Es ist definitiv der bisher schönste Tag in meiner Karriere», konnte der Norweger den Erfolg kaum fassen. Als Leader in der Fahrerwertung reiste Mercedes-AMG Pilot Maxi Buhk nach Südafrika. Doch sein GT3-Bolide fiel schon in der Startrunde mit einem Defekt an einer Zündspule aus. Hier die Fahrerwertung der IGTC zum Nachlesen.

Mercedes-AMG hatte vor dem Wochenende auch in der Hersteller-Meisterschaft einen beruhigenden Vorsprung von 27 Punkte auf Porsche. Durch das starke Ergebnis der Weissacher im 9h-Rennen konnte auch hier der Spieß nochmals herumgedreht werden, sodass Porsche erstmals auch diese Wertung gewann. Letztendlich lag Porsche sieben Zähler vor Mercedes-AMG. Platz drei ging an Audi Sport. Insgesamt nahmen acht hochkarätige Hersteller an der Intercontinental GT Challenge 2019 teil, was sie zu einer Art inoffiziellen GT3-Weltmeisterschaft macht. Hier die Hersteller-Wertung zum Nachlesen.

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