MotoE in Misano: «Überholen kein leichtes Spiel»

Von Mario Furli
MotoE

Matteo Ferrari feierte in Misano einen Doppelsieg im MotoE-Weltcup. Hector Garzo schaffte ebenfalls zweimal den Sprung auf das Podest, das Jesko Raffin auch am Sonntag verwehrt blieb.

«Es war ein unglaublicher Sieg vor meinem Heimpublikum», schwärmte Matteo Ferrari nach seinem ersten MotoE-Sieg am Samstag in Misano. Im zweiten Rennen legte der Italiener gleich noch einen Triumph nach. Damit baute er seine Führung in der Gesamtwertung auf 19 Punkte aus, weil sein erster Verfogler Xavier Simeon einen Nuller schrieb.

«Das Rennen am Sonntag war komplett anders als das am Samstag. Gemeinsam mit dem Team hatten wir uns überlegt, aggressiver zu starten und den Rhythmus von Anfang an hoch zu halten. Das haben wir geschafft, es lief exakt so, wie wir es wollten», berichtete Ferrari. «Wir sind sehr glücklich, vielleicht haben wir uns ein so gutes Ergebnis nicht erwartet – aber ein bisschen waren wir auch überzeugt davon. Es braucht auch Glück, denn zu Beginn wäre mein Rennen fast frühzeitig zu vorbei gewesen, weil mir Simeon sehr nahe kam. Es ist gut gegangen und wir werden versuchen, es in Valencia im November zu bestätigen», so der Trentino-Gresini-Fahrer.

Hector Garzo aus dem Tech3 E-Racing Team sicherte sich in Misano jeweils Platz 2, nachdem er in Spielberg das Podium noch durch einen Sturz vergeben hatte. «Ich bin sehr glücklich über die zwei Podestplätze in Folge. Wir haben am Sonntag versucht, um den Sieg zu kämpfen, aber es war nicht möglich und nach dem Sturz in Österreich haben wir die Lektion gelernt und versucht, den zweiten Platz zu halten – der sehr gut für die Gesamtwertung ist», unterstrich der neue Zweite der MotoE-Weltcup-Wertung. Das Finale steht zudem in Valencia (16. und 17. November) auf dem Programm.

«Ich bin happy, weil als nächstes meine Heimstrecke ansteht, da fahren wir wieder zwei Rennen. Ich bin mir sicher, dass wir dort mit meinem Team und unserer großartigen Arbeit alles geben können», bekräftigte Garzo.

Was Ferrari und Garzo gleich zweimal gelang, blieb Jesko Raffin in Misano verwehrt: Zuerst verpasste er das Podium im ersten Rennen am Samstag als Vierter nur knapp, dann machte am Sonntag ein Zwischenfall kurz nach dem Start alle Hoffnungen zunichte.

«Ich bin am Start eigentlich gut weggekommen. Doch in der zweiten Kurve ist Xavier [Simeon] direkt vor mir auf der Ideallinie gestürzt. Ich musste leider voll abdrehen und außerdem schauen, wo und wie ich ausweichen kann. Das war aber längst nicht alles. Beim Ausweichen kam es noch zu einer Berührung mit einem anderen Fahrer. In diesem Tumult sind jedenfalls viele Gegner an mir vorbeigerauscht. Ich konnte aber schnell zwei Fahrer zurücküberholen und dann konnte ich zügig zu einer Gruppe aufschließen, die wirklich schnell unterwegs waren. Mit Leuten wie Bradley Smith und Eric Granado konnte ich locker mithalten. Doch das Überholen ist mit diesem Motorrad kein leichtes Spiel. Zum Schluss reichte es wenigstens noch, um Smith zu schnappen», erzählte der Schweizer aus dem Dynavolt Intact GP Team.

«Hinsichtlich unserer Rundenzeiten können wir aber sehr zufrieden sein», ergänzte Raffin. «Diese sind ein klarer Beweis dafür, dass wir zu den Schnellsten gehören und im Normalfall vorne mitfahren können. Das gibt natürlich reichlich Motivation für das letzte Rennwochenende beim Saisonfinale in Valencia. In der Gesamtwertung haben wir uns vom elften auf den siebten Rang nach vorne gekämpft. Das ist sicher positiv. Auch wenn am Sonntag nicht mehr als Platz sieben möglich war, müssen wir das Positive mitnehmen und so weiterarbeiten wie bisher. Ich denke, wir haben am Wochenende wirklich einen guten Job gemacht. Danke an das Team für ihre Arbeit und tolle Unterstützung.»

Stand, MotoE-Weltcup: 1. Ferrari 72. 2. Garzo 53. 3. Smith 48. 4. Di Meglio 47. 5. Simeon 45. 6. Canepa 36. 7. Raffin 32.

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