Remy Garnder blickt auf schwierige Jahre zurück und spricht über seinen Vater, Ex-Weltmeister Wayne Gardner. Auf Kalex will der Australier in der Moto2-WM endlich durchstarten.
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"Ich bin sehr glücklich, das Bike funktioniert wirklich sehr gut. Wir müssen immer noch ein paar Dinge optimieren und ein bisschen besser werden. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir uns aber schon verbessert, was positiv ist. Wir sind viele 1:41er-Zeiten gefahren, auch bei starkem Wind, das zeigt eine Verbesserung", war Remy Gardner beim IRTA-Test in Jerez zufrieden. Allerdings glaubt er nicht, dass die Zeitenlisten auf der spanischen Rennstrecke im Hinblick auf die WM-Saison aussagekräftig sind.
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"Jeder hat hier in Jerez schon eine Million Runden gedreht, jeder versteht, wie er schnell fahren kann, jeder weiß es. Man muss sich nicht erst anpassen. Für mich wird es interessant, wenn wir an andere Strecken kommen, vor allem etwas kompliziertere Strecken. Da wird es interessant zu sehen, wer sich anpassen und das Bike so fahren kann, wie es gefahren werden muss", so der SAG-Neuzugang. "Ich persönlich glaube – ehrlich gesagt – nicht, dass Jerez eine Referenz sein kann. Man kann recht gut eine Vermutung anstellen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass einige Fahrer, die hier schnell sind – versteht mich nicht falsch, die sind sauschnell – in anderen Rennen zurückfallen werden. Das ist mein Gefühl im Moment", bekräftigte der Australier, der am Donnerstag in der zweiten Session die schnellste Rundenzeit fuhr. Am Ende des Tages rangierte er in der kombinierten Zeitenliste auf 7.
"Ich bin konstant in den Top-7 bei diesem Test. Jerez ist nicht meine Lieblingsstrecke, ich bin kein großer Fan davon. Ich freue mich auf etwas kompliziertere Strecken. Ich will einfach sehen, wie sich jeder auf unterschiedlichen Strecken präsentiert", betonte der 20 Jährige.
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Er ist der Sohn des ehemaligen 500er-Weltmeisters Wayne Gardner, der in der Vergangenheit oftmals über das unterlegenen Material seines Sprösslings geklagt hat. Nun sitzt der Junior auf einer Kalex – im SAG Team scheint er in einer Position zu sein, in der er sein Potential unter Beweis stellen kann.
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Ist es eine Bürde, der Sohn eines Weltmeisters zu sein? "Nein, für mich hat das keinen Unterschied gemacht", winkte Remy ab. "Von Anfang an war er bei mir und hat hart gearbeitet. Er will nur das Beste für mich, wie jeder Vater. Er ist gut, nur manchmal sollte er mehr 'politisch korrekt' sein."
2018 war ein fünfter Platz beim Saisonfinale sein bestes Ergebnis. "Die letzten vier Jahre waren ziemlich hart, auch für den Kopf. Endlich bin ich auf anständigem Material unterwegs und das zeigt sich schon. Es war hart, aber es hat mich stärker gemacht und ich habe gelernt, wie ich mir den Hintern aufreißen muss", blickte der Australier zurück. Gardner weiter: "Nach dem ersten Jahr mit Tech 3 gab es einen Moment, an dem ich mental zerstört war. Ich dachte, ich könnte es nicht schaffen. Vielleicht sollte ich besser etwas anders machen... Ich will nicht ins Detail gehen, aber es war hart."
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"Zu Beginn des letzten Jahres glaubte ich, wenn ich keine Ergebnisse bringe, dann war es das, dann ist es vorbei. Ich musst einfach alles in die Waagschale legen. Es ist schön, dass ich jetzt ein bisschen mehr mit Kopf fahren kann, auf etwas, das funktioniert; dass ich nicht mehr über das Limit gehen muss. Wir arbeiten einfach ruhig und gehen Schritt für Schritt weiter, ich glaube, wir werden für das erste Rennen bereit sein", gibt sich der Kalex-Pilot positiv. Moto2-IRTA-Test, Jerez, 21. Februar, kombinierte Zeitenliste: 1. Alex Márquez, Kalex, 1:41,208 min 2. Brad Binder, KTM, 1:41,284 3. Jorge Navarro, Speed up, 1:41,302 4. Lorenzo Baldassarri, Kalex, 1:41,376 5. Luca Marini, Kalex, 1:41,423 6. Sam Lowes, Kalex, 1:41,426 7. Remy Gardner, Kalex, 1:41,538 8. Marcel Schrötter, Kalex, 1:41,609 9. Xavi Vierge, Kalex, 1:41,625 10. Enea Bastianini, Kalex, 1:41,651 11. Iker Lecuona, KTM, 1:41,791 12. Nicolò Bulega, Kalex, 1:41,802 13. Jorge Martin, KTM, 1:41,878 14. Tom Lüthi, Kalex, 1:41,892 15. Bo Bendsneyder, NTS, 1:41,958 16. Fabio Di Giannantonio, Speed up, 1:42,060 17. Tetsuta Nagashima, Kalex, 1:42,163 18. Augusto Fernandez, Kalex, 1:42,182 19. Steven Odendaal, NTS, 1:42,475 20. Joe Roberts, KTM, 1:42,589 21. Khairul Idham Pawi, Kalex, 1:42,729 22. Lukas Tulovic, KTM, 1:42,832 23. Simone Corsi, Kalex, 1:42,859 24. Dominique Aegerter, MV Agusta, 1:42,970 25. Somkiat Chantra, Kalex, 1:42,972 26. Marco Bezzecchi, KTM, 1:43,034 27. Andrea Locatelli, Kalex, 1:43,086 28. Stefano Manzi, MV Agusta, 1:43,089 29. Jake Dixon, KTM, 1:43,158 30. Philipp Öttl, KTM, 1:43,202 31. Dimas Ekky Pratama, Kalex, 1:43,460 32. Xavier Cardelus, KTM, 1:43,646 Moto2-IRTA-Test, Jerez, 20. Februar, kombinierte Zeiten:
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