Sandro Cortese: Weiter bei Intact? Bisher ungewiss!

Von Günther Wiesinger
Moto2
Sandro Cortese (26) bleibt auch in seiner vierten Moto2-WM-Saison weit hinter den Erwartungen. Jetzt bangt er um einen neuen Vertrag beim Dynavolt Intact-GP-Team.

Sandro Cortese spulte am ersten Tag in Spielberg nicht weniger als 121 Runden ab, er kam auf eine Zeit von 1:30,3 min und blieb damit eine Sekunde Tom Lüthi und Johann Zarco (1:29,3), während Dynavolt Intact-GP-Teamkollege Jonas Folger nach 99 Runden immerhin 1:29,93 min vorlegte.

Sandro, du bist hier vor drei Jahren bei einem Red Bull-Event schon einmal mit einer KTM-Serienmaschinen rumgefahren. Aber mit einer Moto2-Rennmachine sieht die Strecke sicher anders aus?

Ja, komplett anders. Die Strecke sieht auf dem Papier sehr einfach aus, sie ist aber sehr, sehr anspruchsvoll, durch die Bergauf- und Bergabstücke. Durch die starken Höhenunterschiede ist das Motorrad nicht leicht abzustimmen. Man muss deshalb beim Set-up einen Kompromiss finden, damit es überall ein bisschen passt.
Es war wichtig, heute möglichst viele Runden zu fahren, um die Strecke kennenzulernen.
Wir haben uns dann ein gewisses Grund-Set-up erarbeitet, auf dem haben wir dann aufgebaut. Das war recht arbeitsintensiv.
Jetzt muss ich eine Nacht schlafen und den ersten Tag überdenken, dann sacken die Eindrücke erst so richtig ein.

Wie sieht es hier mit der Sicherheit aus auf einem Moto2-Motorrad?

In der Zielkurve kommt die Betonmauer am Kurvenausgang sehr nahe, wenn man sich mal verbremst oder wenn einmal etwas in der letzten Kurve passieren sollte.
Die restlichen Kurven sind in Ordnung.

Wie ist die Situation für nächstes Jahr bei Intact? Bleibst du eine fünfte Moto2-Saison dort?

Wir führen Gespräche, aber es ist noch nichts unterschrieben. Ich denke, das wird sich in der nächsten Woche herauskristallisieren.

Wie ist dein Gefühl?

Ich habe mit dem Team noch nicht gesprochen, in welche Richtung es geht.

Hast du dich sicherheitshalber bereits bei anderen Teams umgesehen?

Nein, in erster Linie muss ich zuerst mit den Teamteilhabern Stefan Keckeisen, Wolfgang Kuhn und Jürgen Lingg unterhalten. Das hat Priorität. Da werde ich dann ein Feedback bekommen, in welche Richtung es geht,

Wann wirst du dieses Feedback bekommen?

Ich versuche jetzt, so früh wie möglich eine Entscheidung zu hören. Ich suche jetzt das Gespräch und wäre froh, wenn ich bis zum Rennen in Spielberg Klarheit erhalten würde. Ich kann nicht bis November warten, egal in welche Richtung es geht.

So einen Schritt wie Randy Krummenacher überlegst du nicht? Von der Moto2 in die Supersport-WM? In einer anderen Serie durchstarten, frisches Selbstvertrauen holen und eine zweite Karriere machen?

Erst muss ich das Gespräch mit den Intact-Teamchefs führen. Über alles andere habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Sobald ich ein «Ja» oder ein «Nein» höre, kann ich mich anderswo umschauen. Am liebsten möchte ich in der Moto2-WM bleiben. Ich versuche das natürlich auch. Alles andere ist zweitrangig.

Du warst 2015 in der Sommerpause WM-17. Jetzt liegst du nach neun Rennen mit 15 Punkten auf dem 20. WM-Rang. Schon 2015 wolltest du um den Titel kämpfen. Man spürt, dass Stefen Keckeisen und Jürgen Lingg langsam die Geduld verlieren, nicht wahr?

Ja, ich kann nichts machen. Ich versuche, meines Bestes zu geben und hart zu arbeiten. Ich arbeite hart an mir. Ob ich bei Intact bleiben kann, diese Entscheidung treffen andere. Das liegt nicht in meinen Händen.

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