Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

  1. Start
  2. /

  3. MotoGP
  4. /

  5. MotoGP
  6. /

  7. News

Werbung

Weshalb Honda über einen Big-Bang-Motor nachdenkt

Honda experimentiert für die Saison 2017 mit einem «Big-Bang»-Motor. Das bedeutet, das RC213V-Triebwerk wird nächstes Jahr eventuell eine Zündfolge haben, die den Motor fast wie einen Einzylinder arbeiten lässt.

MotoGP

Empfehlungen

Im Artikel erwähnt




Werbung

TV-Programm

Werbung

Nicht erst bei den heutigen PS-Zahlen von bis zu 280 PS spielt die Leistungsentfaltung eine wichtige Rolle – auch für den Reifenverschleiß.

Werbung

Werbung

Deshalb haben wir ähnliche Big-Bang-Versionen schon in den seligen 500-ccm-Zweitakt-Zeiten von Mick Doohan erlebt.

"Ideal wäre, wenn man alle vier Zylinder gleichzeitig zünden lassen könnte", sagt der ehemalige Aprilia-Renndirektor Jan Witteveen. "Das bedeutet eine Zündfolge von 0 bis 720, was aber konstruktiv sehr schwierig zu bewerkstelligen ist."

Die Möglichkeiten für die Zündfolge sind abhängig vom Motor-Layout.

Werbung

Werbung

So kennen wir neben den Reihenvierzylindern von Yamaha und Suzuki verschiedene V4-Motoren mit 65 Grad Zylinderwinkel, mit 70 Grad, 90 Grad oder 112 Grad. Diese V4-Motor-Versionen ergeben konstruktiv unterschiedliche Zündfolgen. "Wichtig ist, dass der größte Zündintervall größer ist als 360 Grad", betont Witteveen.

TV-Programm

Als die neuen Honda-V4-Motoren im November in Valencia von Márquez, Pedrosa und Crutchlow getestet wurden, hörten sie sich fast wie Long-Bang-Motoren an. Das würde bedeuten, dass die Zündfolge von zwei Zylindern jeweils gleichzeitig erfolgt. Zum Beispiel 0 bis 180 bis 0 bis 540 Grad, das ergibt einen Zündintervall von 360 Grad.

In der Saison 2016 trat Honda noch mit einem Screamer an. Dank der ausgereiften Elektronik haben sich in den letzten Jahren bei den meisten Herstellern die Screamer durchgesetzt. Das bedeutet, man setzt bei den Vierzylindern üblicherweise auf eine reguläre Zündfolge und zündet bei 180-180-180-180-Grad. Diese verschiedenen Konstruktionen führen zu dynamischen Unterschieden.

Auch KTM denkt über Big-Bang nach

Werbung

Werbung

Marc Márquez ist zwar 2016 mit einem Screamer Weltmeister geworden, trotzdem klagten er und die anderen Honda-Fahrer über Nachteile bei der Beschleunigung. Die aggressive Kraftentfaltung verlangte den Honda-Piloten körperlich viel ab.

Beim Jerez-Test Ende November unterhielten wir uns mit KTM-Testfahrer Mika Kallio und Bradley Smith über die Screamer-Debatte.

Die Fahrer meinen, beim Screamer könne man nur heftig Gas geben beim Rausfahren aus den Kurven – und müsse dann auf das Beste hoffen.

Kallio ließ durchblicken, dass auch bei KTM an einen Big-Bang gedacht wird. "Natürlich denken wir darüber nach, welche Motorversion für uns am Besten wäre", sagte der Finne. "Es sieht so aus, als würden viele Hersteller jetzt in erster Linie auf die Leistung im unteren Drehzahlbereich achten, auf das Drehmoment und die Beschleunigung. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer der Hinterreifen, außerdem hast du mehr Grip beim Rausfahren aus den Kurven, wenn du so eine Big-Bang-Strategie hast. Aber es ist schwierig zu sagen, welche Strategie die beste ist. Im Moment haben wir wirklich Mühe, den nötigen Grip zu finden. Aber ich glaube, es liegt nicht am Motor. Es ist eher die Kombination von Chassis, Schwinge und Aufhängung. KTM wird bis zum nächsten Test den Motor weiterentwickeln, das wird dann interessant."

Werbung

Werbung

KTM hat bisher keinen "Long-Bang" oder "Big-Bang" verwendet.

Bradley Smith sagt, er mache sich keine Sorgen, die Power lasse sich auch beim "Screamer" gut kontrollieren.

"Jerez gehört zu den rutschigsten Pisten, auf denen wir fahren", meinte der Brite. "Dort ist der Wheelspin immer am schlimmsten. Deshalb bin ich zufrieden mit dem Grip, den wir momentan haben. Wir lernen gerade, wie wir die Power zähmen und in den richtigen Drehzahlbereich bringen können. Denn eines ist klar: Die KTM hat ihr eigenes Leistungsband."

Smith weiter: "Pol Espargaró und ich kommen von Yamaha, wir haben uns über Jahre hinweg an den super sanften Reihenmotor gewöhnt. Aber auch dieses Konzept hat neben seinen Stärken gewisse Schwächen. Dass der KTM-Screamer für Jerez nicht ideal ist, mag sein, aber wie gesagt: Der Belag in Jerez hat extrem wenig Grip."

Werbung

Werbung

KTM geht eigenen Weg

Honda, Ducati, Aprilia und KTM haben sich für V4-Motoren entschieden, Suzuki und Yamaha vertrauen auf Reihen-Vierzylinder-Triebwerke. Dazu vertraut KTM als einziger Hersteller auf WP Suspension und einen Gitterrohrstahlrahmen.

"KTM will sich unterscheiden – und die DNA von KTM besteht aus WP und Stahlrahmen", gibt Smith zu bedenken. "Wenn sie damit in anderen Kategorien keine guten Erfahrungen gemacht hätten, würde ich mir Sorgen machen. Aber das ist nicht nötig. Es hat ja auch geheißen, man könnte mit WP in der Moto3 und Moto2 nicht gewinnen. In der Moto3-Klasse ist das Chassis sehr wichtig – und Brad Binder hat 2016 auf KTM dominiert. Ich weiß, die KTM-Jungs werden tadellose Arbeit leisten."

Übrigens: In der Moto2-WM hat WP Suspension in diesem Jahr mit Johann Zarco, Tom Lüthi und Alex Rins die ersten drei WM-Ränge beschlagnahmt.

Werbung

Werbung

Die Funktionsweise des 4-Takt-Ottomotors

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


Themen

Aktueller Stand

Voller Stand
  1. Fahrer

  2. Teams

  3. Konstrukteure

2026202520242023

Pos

Fahrer

Team

Punkte

1

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

180

2

Jorge Martin

Aprilia Racing

160

3

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

138

4

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

132

5

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

108

6

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

105

7

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

99

8

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

93

9

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

67

10

Fermin Aldeguer

BK8 Gresini Racing MotoGP

64

Highlight-Videos

ServusTV Mediathek

Events

Alle MotoGP Events
  • Vergangen

    Gran Premio d'Italia

    Mugello Circuit, Italien
    29.–31.05.2026
  • Vergangen

    Grand Prix of Hungary

    Balaton Park Circuit, Ungarn
    05.–07.06.2026
  • Demnächst

    Grand Prix of Czechia

    Automotodrom Brno, Tschechien
    19.–21.06.2026
  • Demnächst

    TT Assen

    TT Circuit Assen, Niederlande
    26.–28.06.2026
  • Motorrad Grand Prix Deutschland

    Sachsenring, Deutschland
    10.–12.07.2026
  1. Vergangen

    Gran Premio d'Italia

    Mugello Circuit, Italien
    29.–31.05.2026
  2. Vergangen

    Grand Prix of Hungary

    Balaton Park Circuit, Ungarn
    05.–07.06.2026
  3. Demnächst

    Grand Prix of Czechia

    Automotodrom Brno, Tschechien
    19.–21.06.2026
  4. Demnächst

    TT Assen

    TT Circuit Assen, Niederlande
    26.–28.06.2026
  5. Motorrad Grand Prix Deutschland

    Sachsenring, Deutschland
    10.–12.07.2026

MotoGP News

Alle News

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.

    Berichte & Analysen

    Redaktion

    Serien