Carlos Ezpeleta sprach in Assen über die Einzigartigkeit der MotoGP
In einem britischen Podcast sprach MotoGP-Manager Carlos Ezpeleta unter anderem offen über die Unterschiede zwischen der MotoGP und der Formel 1. Auch Champion Marc Marquez war Thema.
Die MotoGP-WM schlägt am kommenden Wochenende erstmals nach 22 Jahren wieder in Brasilien auf. Bevor MotoGP-Sportdirektor Carlos Ezpeleta die Reise nach Brasilien antrat, war er zu Gast bei der Auftakt-Pressekonferenz für das MotoGP-Event 2026 in Assen.
Dort traf der Sohn von MotoGP-Mastermind Carmelo Ezpeleta auch das niederländische Moto2-Aushängeschild Collin Veijer. In Assen wurde 2025 das Jubiläum 100 Jahre Motorradrennsport gefeiert. Passend zu diesem runden Jubiläum wurde die Dutch TT 2025 zum besten Grand Prix des Jahres ausgezeichnet. Eine Ehre, die in den vergangenen Jahren auch mehrfach schon dem Event auf dem Red Bull Ring in Spielberg zuteilwurde.
Ezpeleta unterhielt sich in Assen ausführlich mit Fachjournalisten und war dann auch zu Gast in einen britischen Podcast, wo er offen über die Lage der MotoGP-WM sprach und Vergleiche mit der Formel 1 zog, die ebenfalls vom neuen Eigentümer Liberty Media gemanagt wird. «Die MotoGP ist nicht die Formel 1 auf zwei Rädern», unterstrich der Spanier. «Die MotoGP ist ein eigener Sport mit ganz eigenen Werten und Attributen. Wir fühlen, dass es Erfolg bringt, wenn wir uns darauf fixieren. Liberty und auch wir haben das mehrfach wiederholt. Das heißt aber nicht, dass wir immer wieder Änderungen an den Bikes und am Reglement machen werden. Die Realität ist, dass der Sport in einer unglaublichen Lage ist. Der Sport benötigt keine großen Anpassungen.»
MotoGP: Elite des Motorsports
Ezpeleta gab zu bedenken: «Wir hatten 2025 zehn der elf Teams auf dem Podium. Die Realität ist, dass unser Sport schon unglaublich ist! Wir wollen auch nicht ewig noch schneller und schneller werden. Die Physik lässt nicht mehr zu! Die Rennen dauern 45 Minuten – mehr schafft der menschliche Körper nicht mehr. Diese Jungs sind die Elite des Motorsports!»
Auch über seinen spanischen Landsmann Marc Marquez, der für den Laureus Sports Award nominiert ist, sprach Ezpeleta. «Auch andere Sport-Größen sind zurückgekommen und haben wieder Trophäen gewonnen. Aber nach fünf Jahren im vielleicht tiefsten Tal, in dem ein Sportler je war, wieder so komplett zu dominieren... Ich wiederhole mich gerne, wenn ich den Leuten sage, dass es für mich das größte Comeback in der Sport-Geschichte ist!»
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