Pol Espargaró (KTM/19.): «Es grenzt an ein Wunder»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Pol Espargaró mit seinem gut aussehenden Crew-Chief Paul Trevathan

Pol Espargaró mit seinem gut aussehenden Crew-Chief Paul Trevathan

Pol Espargaró sagt, es sei ein Wunder, dass er zwei Wochen nach seiner Rücken-OP wieder eine MotoGP-Maschine fahren konnte.

Pol Espagaró hatte sich nach seinem 250-km/h-Crash von Sepang vor vier Wochen am Rücken operieren lassen müssen, er hatte dann nur zwei Wochen Zeit, um vom OP-Tisch auf die KTM RC16 zu springen und klagte am ersten Tag (Donnerstag) über Probleme.

Er fühlte sich schwach und konnte sein Fahrzeug nicht so beherrschen, wie er sich das vorstellte.

Deshalb ließ sich der Moto2-Weltmeister von 2013 am Freitag auf dem Losail International Circuit in Doha/Katar von Testfahrer Mika Kallio vertreten; am Samstag schwang er sich selber wieder auf das Motorrad.

Aber der Spanier war noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, er landete an 19. Stelle mit 1,460 Sekunden Rückstand. In der Gesamtwertung schaute Platz 20 heraus, weil Iannone am Samstag wegen einer Magen-Darm-Infektion pausierte.

«Ich bin total müde, ich bin am Ende, ich bin wirklich erschöpft», seufzte der Red Bull-KTM-Werkspilot. «Gleichzeitig bin ich froh, weil ich am dritten Tag wieder fahren konnte. Es war sinnvoll, am zweiten Tag zu pausieren und frische Energie zu tanken.»

«Am Samstag haben wir einige Dinge ausprobiert. Und wir haben gesehen, dass wir nicht sehr weit weg von der Spitze liegen. Wir haben hier trotz der Probleme gute Arbeit geleistet. Im Moment fühle ich mich noch nicht zu 100 Prozent bereit für das erste Rennen. Ab er wir haben noch zwei Wochen Zeit.»

Mika Kallio bedauerte am Freitag, er habe einen desaströsen Tag erlebt, deshalb konnte er Pols Arbeit nicht wirklich erledigen.

Wie nachteilig wirkt sich Pol Espargarós Fehlen an 5,5 von 9 Testtagen 2018 auf die Konkurrenzfähigkeit des Motorrads aus?

«Mika hat sich bemüht. Selbst wenn es nicht so läuft, wie du dir das vorstellst, du lernst immer etwas dazu», meint der Spanier. «Klar, was bei uns passiert ist, ist nicht die beste Art, um eine Rennsaison vorzubereiten. Aber wir müssen diese Situation akzeptieren und damit leben. Ich bin irgendwie sogar erleichtert, Denn ich konnte zwei Wochen nach meiner Rückenoperation wieder auf die MotoGP-Maschine steigen und zwei Tage testen. Das grenzt an ein Wunder. Ich schätze mich glücklich, dass uns das gelungen ist. Obwohl ich nicht fit bin, habe wir anständige Performance abgeliefert. Das Team ist happy, das Motorrad hat sich verbessert. Jetzt sind wird gespannt auf das erste Rennen.»

MotoGP-Test Katar, 3. März, 18 Uhr

1. Johann Zarco, Yamaha, 1:54,029 min
2. Valentino Rossi, Yamaha, +0,247 sec
3. Andrea Dovizioso, Ducati, +0,302
4. Cal Crutchlow, Honda, +0,428
5. Maverick Viñales, Yamaha, +0,442
6. Marc Márquez, Honda, +0,562
7. Alex Rins, Suzuki, +0,621
8. Danilo Petrucci, Ducati, +0,630
9. Jorge Lorenzo, Ducati, +0,663
10. Jack Miller, Ducati, +0,720
11. Dani Pedrosa, Honda, +0,745
12. Franco Morbidelli, Honda, +1,103
13. Bradley Smith, KTM, +1,150
14. Aleix Espargaró, Aprilia, +1,203
15. Hafizh Syahrin, Yamaha, +1,244
16. Karel Abraham, Ducati, +1,271
17. Álvaro Bautista, Ducati, +1,318
18. Tito Rabat, Ducati, +1,436
19. Pol Espargaró, KTM, +1,460
20. Scott Redding, Aprilia, +1,566
21. Takaaki Nakagami, Honda, +1,734
22. Xavier Siméon, Ducati, +1,914
23. Tom Lüthi, Honda, +2,093

MotoGP-Test Katar, kombinierte Zeitenliste:
1. Johann Zarco, Yamaha, 1:54,029 min
2. Valentino Rossi, Yamaha, +0,247 sec
3. Andrea Dovizioso, Ducati, +0,302
4. Cal Crutchlow, Honda, +0,428
5. Maverick Viñales, Yamaha, +0,442
6. Andrea Iannone, Suzuki, +0,557
7. Marc Márquez, Honda, +0,562
8. Alex Rins, Suzuki, +0,621
9. Danilo Petrucci, Ducati, +0,630
10. Jorge Lorenzo, Ducati, +0,663
11. Jack Miller, Ducati, +0,720
12. Dani Pedrosa, Honda, +0,745
13. Franco Morbidelli, Honda, +1,103
14. Bradley Smith, KTM, +1,150
15. Aleix Espargaró, Aprilia, +1,203
16. Hafizh Syahrin, Yamaha, +1,244
17. Karel Abraham, Ducati, +1,271
18. Álvaro Bautista, Ducati, +1,318
19. Tito Rabat, Ducati, +1,436
20. Pol Espargaró, KTM, +1,460
21. Takaaki Nakagami, Honda, +1,510
22. Scott Redding, Aprilia, +1,566
23. Xavier Siméon, Ducati, +1,914
24. Tom Lüthi, Honda, +2,093
25. Mika Kallio, KTM, +3,189

MotoGP-Test Buriram, kombinierte Zeiten aller drei Tage:
1. Dani Pedrosa, Honda, 1:29,781 min
2. Johann Zarco, Yamaha, + 0,086 sec
3. Marc Márquez, Honda, + 0,188
4. Cal Crutchlow, Honda, +0,283
5. Alex Rins, Suzuki, +0,397
6. Jack Miller, Ducati, +0,404
7. Andrea Dovizioso, Ducati, +0,411
8. Maverick Viñales, Yamaha, +0,493
9. Danilo Petrucci, Ducati, +0,586
10. Takaaki Nakagami, Honda, +0,675
11. Tito Rabat, Ducati, +0,695
12. Valentino Rossi, Yamaha, +0,730
13. Franco Morbidelli, Honda, +0,867
14. Aleix Espargaró, Aprilia, +0,920
15. Andrea Iannone, Suzuki, +0,937
16. Jorge Lorenzo, Ducati, +0,948
17. Álvaro Bautista, Ducati, +1,102
18. Bradley Smith, KTM, +1,140
19. Mika Kallio, KTM, +1,388
20. Scott Redding, Aprilia, +1,530
21. Tom Lüthi, Honda, +1,573
22. Hafizh Syahrin, Yamaha, +1,756
23. Karel Abraham, Ducati, +1,880
24. Xavier Siméon, Ducati, +2,238

Sepang-Test, kombinierte Zeitenliste aller drei Tage:
1. Jorge Lorenzo, Ducati, 1:58,830 min
2. Dani Pedrosa, Honda, + 0,179 sec
3. Cal Crutchlow, Honda, + 0,222
4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,339
5. Jack Miller, Ducati, + 0,516
6. Alex Rins, Suzuki, + 0,518
7. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,525
8. Marc Márquez, Honda, + 0,552
9. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,560
10. Johann Zarco, Yamaha, + 0,681
11. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,698
12. Tito Rabat, Ducati, + 0,717
13. Andrea Iannone, Suzuki, + 0,785
14. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,095
15. Takaaki Nakagami, Honda, + 1,241
16. Álvaro Bautista, Ducati, + 1,375
17. Pol Espargaró, KTM, + 1,432
18. Mika Kallio, KTM, + 1,634
19. Bradley Smith, KTM, + 1,690
20. Franco Morbidelli, Honda, + 1,696
21. Karel Abraham, Ducati, + 1,744
22. Xavier Siméon, Ducati, + 1,954
23. Scott Redding, Aprilia, + 1,982
24. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,290
25. Tom Lüthi, Honda, + 2,296  
26. Yonny Hernandez, Yamaha, + 2,393
27. Michele Pirro, Ducati, +5,937
 

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