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Dani Pedrosa (Honda): «Ein Rennstart war unmöglich»

Von Isabella Wiesinger
Dani Pedrosa

Dani Pedrosa

Repsol-Honda-Werkspilot Dani Pedrosa wurde seinen tristen elften WM-Rang auch in England nicht los. Ihm taten die Zuschauer leid, und das Aquaplaning erschreckte ihn.

Der MotoGP-Sonntag in Silverstone lief nicht wie geplant. Nachdem die Fahrer acht Stunden gewartet, gezittert und gehofft hatten, wurde das Rennen abgesagt. Das war seit 400 Rennen nicht mehr der Fall gewesen. Für den Repsol-Honda-Piloten Dani Pedrosa, der in England vom 16. Platz losgefahren wäre, war der Tag sehr anstrengend. «Ich bin sehr müde. Wir waren die ganze Zeit über voll konzentriert. Das Warten war mühsam und es war schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Wir wollten fahren und ich habe all die Fans auf den Tribünen gesehen, die extra angereist waren. Wir wollten ihnen eine gute Show liefern. Es war ein sehr aussergewöhnlicher Tag und ich hoffe, dass sich diese Situation in Zukunft nicht wiederholt.»

Am Ende des Tages wurde ein Safety Commission-Treffen organisiert, bei der fast alle Fahrer teilnahmen. Die Dorna überliess ihnen die Entscheidung, ob das Rennen ausgetragen werden sollte oder nicht. «Wir wollen uns bei der Dorna bedanken», äusserte Pedrosa. «Sie haben sich unsere Sorgen angehört. Ein Fahrer war schon verletzt, es ging um die Sicherheit. Wir konnten das Rennen unmöglich fahren.»

Pramac-Ducati-Pilot Jack Miller hatte vorher gemeint, das Rennen hätte stattfinden können. «Natürlich gab es zwischendurch Momente, wo man hätte fahren können. Aber wir hatten nie die Garantie, dass es nicht nach ein paar Runden wieder beginnen würde zu regnen», erklärte Pedrosa. «Der Regen war auch gar nicht das größte Problem, sondern der Asphalt und die Pfützen. Nächstes Jahr wollen wir den Fans hier wieder ein spannendes Rennen liefern, um die Umstände von diesem Jahr zu kompensieren. Aber dafür muss die Oberflächenbeschaffenheit der Strecke erneuert werden.»

Der Spanier beschrieb das Aquaplaning als Hauptproblem beim Training am Samstag. «Man verliert die Kontrolle über das Motorrad, die Bremsen greifen nicht, du kannst nicht lenken. Wenn man dann noch auf einer unebenen Strecke fährt, wie hier in Silverstone, ist das sehr gefährlich. Wenn du allein auf der Strecke bist, ist das nicht so schlimm. Aber wenn 23 Motorräder auf der Strecke sind und du stürzt und der hinter dir auch, ist das zu gefährlich.»

Auch in der Vergangenheit sorgten unsichere Wettersituationen für komplizierte Situationen bei MotoGP-Rennen. «Etwas Ähnliches ist 2009 in Indianapolis passiert», erinnerte sich Pedrosa. «Dort hat es geregnet und der Asphalt im ersten Sektor war auch neu. Wir hatten dieselben Probleme wie heute. Der Start wurde verschoben und es kamen Maschinen, die das Wasser aufgesaugt haben. Danach war der erste Sektor trocken und wir konnten starten. Nach zehn Runden hat es aber wieder angefangen zu regnen und wir mussten das Rennen abbrechen.»

Fest steht, dass das Rennen in Grossbritannien nicht am Montag nachgeholt wird.

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