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MotoGP-Ikone Valentino Rossi erklärt, weshalb Marco Bezzecchi momentan der beste Fahrer der VR46 Akademie ist. Warum «Vale» selbst keine Lust mehr darauf hat, ein MotoGP-Bike zu fahren.
In dieser Woche veröffentlichte die MotoGP auf YouTube ein Video, in dem sieben der größten Motorradrennfahrer aller Zeiten bei einem gemeinsamen Abendessen auf ihre Karrieren zurückblicken. Giacomo Agostini, Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Casey Stoner, Freddie Spencer, Kevin Schwantz und Dani Pedrosa schwelgten beim «Hall of Fame Dinner» in Erinnerungen und gaben spannende Anekdoten aus ihrem Rennfahrerleben preis. Das Abendessen fand im letzten Herbst im Zuge des MotoGP-Wochenendes in Misano statt.
Neben alten Geschichten kamen auch aktuelle Themen zur Sprache. So wollte Dani Pedrosa von Valentino Rossi wissen, wann er wieder einmal ein MotoGP-Bike fahren möchte? «Niemals!», antwortete der neunfache Champion. «Viele Leute fragen mich danach, ob ich ein MotoGP-Bike testen möchte. Aber wenn du keine Rennen fährst, dann hast du keine Notwendigkeit, es zu tun. Ehrlich gesagt, vermisse ich es nicht.»
Dennoch ist Rossi neben seiner zweiten Karriere als Autorennfahrer auf den Rennstrecken regelmäßig auch mit Motorrädern unterwegs. «Ich fahre mit meiner Yamaha R1, manchmal mit einer R6. Wir fahren auch mit kleinen Bikes, wie der Ohvale. Ich trainiere mit den Jungs – mit Pecco, meinem Bruder, Bezzecchi, Franco…»
Jorge Lorenzo wollte dann von «Vale» wissen, ob er den Fahrern der VR46 Akademie Ratschläge gibt? «Ja», antwortete Rossi. «Ich schaue ihnen auf der Rennstrecke zu und achte darauf, was sie machen – ob es besser oder schlechter als bei den anderen ist. Ich helfe ihnen auch dabei, ein Wochenende zu managen. Wie sie die Zweikämpfe angehen sollen», erzählte der Italiener.
Momentan ist Bezzecchi am besten in Form. Er trainiert am härtesten!Valentino Rossi
«Wer ist seiner Ansicht nach derzeit der Stärkste?», fragte Lorenzo weiter. «Momentan ist Bezzecchi am besten in Form. Er trainiert am härtesten», so Rossi. «Auch auf der Ranch ist er schnell. Er ist sehr fokussiert, er will gewinnen! Er ist sehr hungrig. Meiner Meinung nach macht er einen großartigen Job.»
Aprilia hat 2025 einen großen Schritt gemacht. Auch bei den Vorsaisontests in diesem Jahr und beim Thailand-GP war die RS-GP das Motorrad, das es zu schlagen galt. Bezzecchi war in Buriram der Schnellste, wäre er im Sprint nicht gestürzt, hätte er vermutlich schon zwei Saisonsiege auf seinem Konto. Für Rossi hat «Bez» einen großen Anteil, dass die Aprilia so ein gutes Motorrad geworden ist. «Er hat ein großartiges Gefühl. Er ist sehr feinfühlig, wenn es um das Feedback an die Ingenieure geht. Er hat einen sehr aggressiven Fahrstil, aber er versteht auch, was das Bike macht. Das ist wichtig bei der Aprilia», betonte der Mentor von Bezzecchi.
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