MotoGP

Tito Rabat (Avintia-Ducati): Comeback in Valencia?

Von Günther Wiesinger - 08.11.2018 07:44

Sechs MotoGP-Rennen hat der Spanier Tito Rabat wegen der schweren Verletzung von Silverstone verpasst. In Valencia will er sich wieder auf seine Ducati GP17 schwingen.

Den Spanier Tito Rabat aus dem Reale Seguros Avintia-Ducati-Team von Raúl Romero hat es im nassen FP4 in Silverstone wegen Aquaplanings schwer erwischt: Offener Oberschenkelbruch rechts, dazu rechts Schien- und Wadenbein gebrochen – seither ist Tito Rabat außer Gefecht. In Misano wurde er von Christophe Ponsson ersetzt, seither durch den MV-Agusta-Superbike-Piloten Jordi Torres, der jetzt seit dem FP4 beim Malaysia-GP selbst verletzt ist – linker Daumen gebrochen, nach der Heimkehr operiert.

Wir erinnern uns: Im Bereich der Hangar Straight und der folgenden Kurve 7 («Stowe Corner») ging im FP4 in England ein kurzer Wolkenbruch nieder, Cal Crutchlow sprach von drei Zentimeter hohen Pfützen. Der neue, im Januar aufgebrachte Asphaltbelag, ließ das Wasser nicht abfließen, das Bitumen schien absolut wasserdicht zu sein. Einige Fahrer stürzten wegen Aquaplanings, auch Franky Morbidelli. Dessen Honda traf Rabat mit voller Wucht, bevor er sich im Kiesbett wieder richtig aufrappeln und aus der Gefahrenzone entfernen konnte.

Am übernächsten Wochenende möchte der 29-jährige Rabat, der ursprünglich von einer Rückkehr in Aragón oder bei einem der vier Übersee-Rennen träumte, selbst wieder in den Sattel seiner Ducati Desmosedici steigen. Seine GP17 war nach dem British Grand Prix an Stammfahrer Xavier Siméon übergeben worden. Ponsson und später Torres mussten mit der zwei Jahre alten GP16 vorliebnehmen, die sonst der Belgier Siméon steuerte.

Die Genesung von Rabat hat Fortschritte gemacht, der Moto2-Weltmeister von 2014 hat ein Comeback beim WM-Finale von 16. bis 18. November ins Auge gefasst.

In der WM-Tabelle ist Rabat nach sechs verpassten Rennen vom 14. auf den 17. Platz zurückgefallen – mit 35 Punkten.

Rabat wird in den nächsten Tagen erfahren, ob ihm die Ärzte um Dr. Xavier Mir aus der Clinica Dexeus in Barcelona grünes Licht für Valencia geben. «Bisher steht nicht fest, ob Tito wieder fahren kann», erklärte José Maroto, Communications Director von Avintia Racing.

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