Stefan Bradl (Startplatz 7): «Platz 5 muss Ziel sein»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl

Stefan Bradl

Stefan Bradl muss einsehen, dass er Márquez, Lorenzo, Pedrosa und Rossi momentan nicht gefährden kann. «Wenn ich Fünfter werde, haben wir einen guten Job gemacht», meint er.

LCR-Honda-Pilot Stefan Bradl verpasste sein Ziel, im Qualifying unter die ersten sechs und somit in die zweite Startreihe zu fahren haarscharf – um 0,021 sec gegen Andrea Dovizioso auf der Ducati mit den extra-weichen Hinterreifen.

Er legte zuerst eine Zeit von 1:39,697 min vor, das reichte zwischenzeitlich zu Platz 8. Dann verbesserte er sich auf 1:39,498 min, damit rückte er auf Rang 7 vor. Aleix Espargaró (Startplatz 5) stürzte, aber Bradl konnte ihn mit dem zweiten Reifensatz nicht verdrängen. Er fuhr damit zwar noch 1:39,243 min und lag dann nur noch 0,702 min hinter der Bestzeit.

Aber dann marschierte der beispiellose Marc Márquez in der letzten Minute mit der Fabelzeit von 1:38,120 min um die Piste – danach lag Stefan 1,123 sec hinter der Bestzeit.

Aber auch Jorge Lorenzo als Zweiter büsste 0,421 sec ein, Dani Pedrosa auch 0,510 sec.

Stefan, die zweite Reihe hast du knapp verpasst?

Ja, es war mein Ziel, in die zweite Reihe zu fahren, ich habe sie knapp verpasst. Da kann man nicht zufrieden sein...
Na, doch. Das ist keine Katastrophe. Wir sind hier auf jeden Fall deutlich besser unterwegs als letztes Jahr. Schon das FP4 war nicht so schlecht.
Aber es wird wahrscheinlich unmöglich sein, um einen Podestplatz zu fighten. Die ersten drei, dazu Rossi, die sind einfach konstant von der Pace her noch ein bisserl schneller.
Unser Ziel muss sein, dass wir auf Platz 5 ins Ziel kommen.

Aleix Espargaró ist mit der Forward-Yamaha gestürzt, Dovizioso hat auch die weicheren Reifen. An denen musst du im Rennen vorbei, sie stehen auf den Plätzen 5 und 6.

Wir müssen schauen... Aleix Espargaró, Dovizioso und Iannone dürfen ja die harten Hinterreifen nicht verwenden, die wir Factory-Fahrer haben. Da muss man schauen, wie sich das im Rennen entwickelt.
Es wird ein extrem schwieriges Rennen. Die Reifen bauen hinten nach drei, vier Runden komplett ab. Das wird ein langes Rennen... Man muss dann versuchen, die Pace trotzdem noch möglichst hoch zu halten und wenig Zeit zu verlieren. Das können die ersten vier einfach besser.
Wir müssen uns das so einteilen, dass wir als Fünfter ins Ziel kommen. Das wäre ein gutes Ergebnis.

Iannone fährt diesmal vom 15. Startplatz weg. Er ist WM-Fünfter, er liegt einen Punkt vor dir. Du könntest ihn hier vom fünften WM-Rang verdrängen.

Wir müssen schauen, dass wir hier ein gescheites Rennen fahren... Der Rest wird sich ergeben. Wenn wir unter die ersten fünf kommen, haben wir einen guten Job gemacht. Es wird schwierig, weiter nach vorne zu kommen.

Alvaro Bautista fährt als Zehnter los.

Ich glaube, er ist in der Situation, in der ich hier letztes Jahr war. Dann tut man sich einfach extrem schwer.

Die Podesthoffnungen musst du jetzt mal abhaken, wenn alle vier Werksfahrer von Honda und Yamaha ins Ziel kommen? Die Jagd nach dem Podest hast du schon oft mit Stürzen bezahlt?

Ich kann nur meine maximale Leistung geben. Wenn es ein anderer Deutscher besser kann, er kann es gerne mal probieren. Ich weiss nicht, ob es momentan einen gibt.

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