Livio Suppo: «Für Márquez ist nichts unmöglich»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Marc Márquez nach seinem Sieg auf dem Sachsenring

Marc Márquez nach seinem Sieg auf dem Sachsenring

Nach seinem fulminanten Sieg auf dem Sachsenring hat Marc Márquez einen großen Vorsprung auf seine Verfolger Lorenzo und Rossi. HRC-Sportdirektor Livio Suppo analysierte nun den Deutschland-GP.

«Die Wetterbedingungen waren sehr unbeständig, daher war schwer einschätzbar, wie das Rennen laufen wird. Am Morgen war Dani im Warm-up der Schnellste, aber Marc hatte einen heftigen Sturz. Daher hatte er sich in der Startaufstellung für den weicheren Vorderreifen entschieden, den auch Dani, Jorge und Vale einsetzten. Leider war das mit seinem Fahrstil nicht die beste Option für Marc, aber es gelang ihm, den ersten Teil des Rennens gut zu überstehen. Er traf die richtige Entscheidung und kam zum perfekten Zeitpunkt an die Box. Natürlich waren seine ersten Runden auf Slicks dann schwierig. Man braucht Marcs Talent, um das zu schaffen. Leider hatte Dani nicht dasselbe Gefühl im Rennen, wie er es im Warm-up gezeigt hatte. Trotzdem erreichte er mit Rang 6 noch eine solide Platzierung», fasste HRC-Sportdirektor Livio Suppo das MotoGP-Rennen auf dem Sachsenring aus Sicht des Repsol Honda Teams zusammen.

Marc Márquez feierte seinen dritten Saisonsieg und baute den Vorsprung auf Weltmeister Jorge Lorenzo auf 48 Punkte aus. Altmeister Valentino Rossi liegt bereits 59 Zähler hinter dem 23-jährigen Honda-Star.

«Positiv war natürlich Marcs siebter Sieg beim Deutschland-GP. Wir müssen ihm gratulieren, denn er machte einen perfekten Job. Auch seine Mechaniker waren großartig, denn sie konnten sein Bike nach dem Sturz im Warm-up wieder perfekt in Schuss bringen. Negativ ist, dass Dani, nachdem er das gesamte Wochenende seinen guten Speed gezeigt hatte, im Rennen nicht besonders gut zurechtkam», erklärte Suppo. Pedrosa liegt derzeit auf dem vierten Gesamtrang – 74 Punkte hinter seinem Teamkollegen Márquez.

Was offenbarte der Blick auf das Rennen von der Boxenmauer aus? «Wie immer bei einem Flag-to-Flag-Rennen herrschte an der Boxenmauer große Anspannung. Zu Beginn des Rennens war klar, dass Marc mit dem Vorderreifen Probleme hat. Als er in die Box kam, um die Bikes zu wechseln, wussten wir, dass die Streckenbedingungen am Limit waren. Es war einfach, einen Fehler zu machen. Doch er machte keinen Fehler und fuhr einen wundervollen Sieg ein», lobte der Italiener.

Wie sah die Stimmung in der Box aus, als Marc von der Strecke abkam und auf Platz 9 zurückfiel? «Zunächst waren wir sehr froh, dass er sofort in den ‹Offroad-Modus› schaltete und eine sehr gefährliche Situation bewältigte. Unter solchen Bedingungen ist es fast unmöglich, die Endresultate vorauszusagen, aber bei Marc wissen wir, dass nichts unmöglich ist.»

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