Fausto Gresini: «Wir waren nicht gut genug»

Von Markus Lehner
MotoGP 800 ccm
De Angelis in Mugello: 2009 noch ohne Erfolg.

De Angelis in Mugello: 2009 noch ohne Erfolg.

Das San-Carlo-Gresini-Honda-Team mit Alex de Angelis und Toni Elias hofft, dass die in Barcelona erzielten Fortschritte in Assen Früchte tragen.

Die Dutch-TT ist das erste von vier MotoGP-Rennen innerhalb von nur fünf Wochen. Nach Assen folgt Laguna Seca in Kalifornien, zwei Wochen später der Sachsenring und schliesslich Donington Park.

Das San-Carlo-Honda-Gresini-Team hat dieses Jahr noch kaum Erfolge vorzuweisen. Der Spanier Toni Elias liegt nach sechs Grands Prix nur auf dem 14. Zwischenrang mit bescheidenen 23 Punkten. Seine bisher besten Resultate waren zwei neunte Plätze beim Auftakt in Katar und in Jerez.

Einen Platz vor Elias liegt der Italiener Alex de Angelis mit 25 Punkten. Der WM-13. erzielte als bestes Resultat einen sechsten Platz in Katar. Seither war er kein einziges Mal in den Top-Ten klassiert.

Beide Fahrer klagen seit Saisonbeginn über mangelnden Grip am Hinterrad, sind aber nach dem Testtag in Barcelona überzeugt, in Assen mindestens einen Schritt nach vorne machen zu können.

«Ich mag Assen, weil die Strecke so schnell ist, genau wie Laguna Seca», freut sich Alex de Angelis. «Deshalb gehe ich die beiden kommenden Rennen optimistisch an. Ich weiss, dass wir im Vergleich zum Vorjahr schlechter dastehen, aber die Rennen sind wesentlich enger geworden. Ich bin überzeugt, dass wir mit ein paar nicht allzu grossen Veränderungen beim Set-up einige Positionen gewinnen können. Man muss diese Zuversicht unbedingt beibehalten und hart weiterarbeiten, sonst findet man sich in dieser Klasse sehr rasch ganz am Schluss des Feldes wieder. 2006 und 2007 wurde ich in der 250er-Klasse in Assen jeweils Zweiter, aber im vergangenen Jahr bin ich hier mit dem MotoGP-Bike in der ersten Runde gestürzt.»

Auch Toni Elias schwärmt von Assen: «Meine Lieblingsstrecke, ganz klar, technisch anspruchsvoll und flüssig. Leider war mir die Strecke nicht immer gut gesinnt. 2005 musste ich verletzungsbedingt auf das Rennen verzichten. Im Jahr darauf stürzte ich nach zwei Runden im Freien Training, dabei brach und renkte ich mir die linke Schulter aus. 2007 stürzte ich im Freien Training erneut und brach mir ein Bein. Letztes Jahr trat ich erstmals auf der modifizierten Strecke an und wurde Zwölfter. Hoffentlich geht es dieses Jahr weiter aufwärts. Wir kämpfen schon die ganze Saison mit mangelndem Grip am Hinterrad und glauben, bei den Tests in Barcelona einige Fortschritte gemacht zu haben. Wir werden sehen, ob wir diese Fortschritte in Assen ummünzen können. Das Team hätte aufgrund der harten Arbeit, die es in den letzten Wochen und Monaten geleistet hat, einen Erfolg verdient!»

Team-Manager Fausto Gresini ist von den bisherigen Resultaten enttäuscht. «Wir waren nicht gut genug», sagt der 125er-Weltmeister der Jahre 1985, 1987 (Garelli) und 1993 (Honda) klipp und klar. «Positiv ist, dass das ganze Team kontinuierlich und hart weiterarbeitet. Das hat man bei den Tests nach Barcelona klar gesehen. Alle sind überzeugt, dass wir mehr aus unseren Möglichkeiten herausholen können und setzen sich vorbehaltlos dafür ein. Mehr kann ich von meinen Leuten nicht verlangen. An Assen haben wir einige magische Erinnerungen. Hoffen wir, dass etwas von dieser Magie am Wochenende zu uns zurückkommen wird.»

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