ADAC Eifel Rallye Festival 2015, weltweit einzigartig

Von Toni Hoffmann
Rallye
Unglaubliche Vielfalt: 36 Marken und 92 Fahrzeugtypen, Wiederholung: Weltstars treffen nach 37 Jahren erneut aufeinander, Aufgalopp: Erster Auftritt am ‚Mantaloch‘.

Die Starterliste des ADAC Eifel Rallye Festival (23. – 25. Juli 2015) liest sich wie ein who is who des Rallye-Sports. Teilnehmer aus 4 Kontinenten und 15 Nationen gehen beim größten rollenden Rallye-Museum auf den Wertungsprüfungen in der Vulkaneifel an den Start. Das auf 150 Fahrzeuge begrenzte Starterfeld setzt sich zusammen aus 36 Fahrzeug-Marken und 92 verschiedenen Fahrzeugtypen – eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Die Bandbreite reicht vom Volvo Amazon P122 aus 1961 bis hin zum Peugeot 206 WRC aus 2003, dem bislang jüngsten Fahrzeug in der fünfjährigen Geschichte des Festivals und einer der sieben anwesenden WRC-Boliden. 24 Fahrzeuge aus der Gruppe-B-Ära und Unikate wie einer der nur drei jemals gebauten Skoda 160RS MTX bilden weitere interessante Eckpunkte der sehenswerten Liste.  

Privatiers und Werke sorgen für einzigartiges Festival  

Die großartige Geschichte des Rallyesports wird am letzten Juli-Wochenende in der Vulkaneifel erneut zum Leben erweckt. Neben den Stars an den Lenkrädern sind dafür aber vor allem die vielen Privatleute verantwortlich, die ihre Fahrzeuge mit Leidenschaft und Herzblut so originalgetreu wie möglich aufbauen. Vom richtigen Farbcode des Innenraums bis hin zur Größe der Antenne entsprechen die Fahrzeuge einem bekannten Vorbild, das vor Jahrzehnten Rallyegeschichte geschrieben hat – so verlangen es die Statuten von Slowly Sideways. Erst diese Sammler machen das Eifel Rallye Festival zu einer Veranstaltung, die weltweit einzigartig ist.  

Die Werke öffnen ebenfalls ihre Museen, um das Festival mit den passenden Originalen auszustatten. In Erinnerung an die langjährigen Festival-Freunde Björn Waldegård und Peter Diekmann werden vor dem Rallye-Zentrum ein gerade fertig restaurierter Safari-Elfer aus dem Porsche Museum und der originale Gruppe-A- WM-Golf von VW Classic ausgestellt. Harald Demuth pilotiert einen Audi Sport Quattro von Audi Tradition, der von Hannu Mikkola bzw. Andrew Cowan pilotierte Mercedes 450 SLC kommt aus den Hallen von Mercedes. Dazu schickt Skoda Auto Deutschland einen Skoda 130RS mit Quertreiber Matthias Kahle am Volant in die Manege. Von Opel Classic kommt der durch Peter Steinfurth pilotierte Opel Commodore.  

Wiederholung nach 37 Jahren und 8 Monaten mit ‚Autogramm-Alarm‘ 

Ein genauer Blick in die Geschichtsbücher offenbart: In der langen Historie der Rallye-WM gab es nur eine Veranstaltung, an der Walter Röhrl, Sandro Munari, Hannu Mikkola, Stig Blomqvist und Timo Salonen gemeinsam teilgenommen haben. Die RAC Rallye im November 1977 war die einzige Zusammenkunft dieser fünf Weltstars – bis zum Juli 2015. Nach 37 Jahren und 8 Monaten treffen diese großen Lenkradartisten beim Eifel Rallye Festival wieder aufeinander. 

Doch damit nicht genug: Neben diesem Quintett haben auch London-Sydney-Sieger Andrew Cowan, US-Champion John Buffum, Safari-Legende Mike Kirkland, die Europameister Robert Droogmans und Yves Loubet, die mehrfachen deutschen Meister Harald Demuth und Matthias Kahle und der belgische Meister Guy Colsoul ihre Teilnahme angekündigt. Autogrammjäger sollten also ruhig einen zweiten oder dritten Edding im Reisekoffer unterbringen...  

Aufgalopp am Mantaloch  

Das legendäre ‚Mantaloch‘ am Ortsrand von Brück ist Dreh- und Angelpunkt des Shakedown, im Rallyesport ein letzter Test unter Wettbewerbsbedingungen. Am Donnerstag wird dort zwischen 15.30 Uhr und 19.30 Uhr erstmals den Pferdestärken in den Rallye-Boliden auf einer eigens dafür gesperrten Strecke freien Lauf gelassen. Der frühe Besuch lohnt sich besonders. Zu Beginn tummeln sich mitten im Feld die VIP-Piloten. Und wer sich inmitten von Brück etwas genauer umschaut, kann hier sicherlich schon eines der ersten Autogramme des Festival-Wochenendes ergattern. Beim anschließenden Welcome-Abend der Autostadt gibt es ab 21.00 Uhr in der Dauner Rallye Meile dann eine weitere Gelegenheit, die Stars der Szene live zu erleben.  

‚Vorglüher‘ und deutsche Top-Piloten  

Vor dem Hauptfeld sorgen 15 „Vorglüher“ aus der Youngtimer-Gruppe für reichlich Drift-Spektakel. Die Fahrzeuge der Truppe um Orga-Mitglied Jürgen Lenarz (Sarmersbach) müssen nicht dem strengen Reglement des Hauptfeldes entsprechen, sie entschädigen dafür aber mit einer extrem sehenswerten Fahrweise. Im Hauptfeld tritt erstmals eine kleine Truppe früherer deutscher Top-Piloten an. Michael Werner ging in die Geschichte als ‚das ewige Talent‘ ein, der trotz guter Leistungen nie eine richtige Chance hatte. In der Eifel pilotiert er seinen originalen Ford Taunus S, seine Auftritte mit dem Rallye-Schwergewicht sind legendär. Auch Stefan Schlesack und Co-Pilot Rudi Küfner zieht es nach Daun. Im vergangenen Jahr war der frühere Ford-Werkspilot noch in der Vorauswagengruppe unterwegs. Diesmal pilotiert er – nach über zehn Jahren Aufbauarbeit – einen Ford Escort Mk1 RS1600. Es ist der originalgetreue Nachbau des Fahrzeuges, mit dem Hannu Mikkola und Jim Porter 1973 in Monte Carlo auf Rang vier fuhren. Die Gruppe wird vervollständigt von Cord Mönchmeyer in einem Toyota Corolla Levin aus 1975 und Wolfgang Hauck, der einen Nachbau jenes Opel Kadett GT/E aus 1979 pilotiert, in dem er gemeinsam mit Willi-Peter Pitz unterwegs war.  

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