Silk Way Rally: Erfolgreiche Halbzeitbilanz für Mini

Von Toni Hoffmann
Rallye Raid Auto
Der Mini von Yazeed Al-Rajhi und Timo Gottschalk im Service

Der Mini von Yazeed Al-Rajhi und Timo Gottschalk im Service

Vier Mini All4 Racing in den Top 10, Deutscher Timo Gottschalk auf dem vierten Platz, zweite Woche in China bringt Sand und Dünen.

Knapp 4.800 km von 10.774 km sind geschafft und damit steht den Teilnehmern in der zweiten Woche der Silk Way Rally noch über die Hälfte der Strecke bevor. Die fünf Mini All4 Racing Crews haben sich bisher sehr gut geschlagen: die beiden Russen Vladimir Vasilyev und Konstantin Zhiltsov aus dem Team VRT liegen nach sechs Tagen auf Rang drei, gefolgt von den beiden Crews Yazeed Al-Rajhi (KSA) / Timo Gottschalk (GER) und Aidyn Rakhimbayev (KZA) / Anton Nikolaev (RUS). Der zweite Kasache im Mini All4 Racing Bauyrzhan Issabayev und sein russischer Co-Piot Vladimir Demyanenko belegen mit Rang neun ebenfalls einen Platz in den Top 10. Harry Hunt (GBR) und Andreas Schulz (GER) gehen auf Gesamtrang zwölf in die zweite Woche. Nach der Prüfung am Samstag überquert der Rallye-Tross die Grenze nach China.

Die diesjährige Silk Way Rally hat nicht nur fahrerisch und navigatorisch anspruchsvolle Strecken, sondern auch der Zeitplan ist sehr anstrengend für die Renncrews und den Service. Wenig Schlaf und lange Etappen zehren an den Kräften. Speziell die Uhrumstellung um drei Stunden nach dem Grenzübertritt nach Kasachstan und die damit viel kürzere Nacht machte vielen zu schaffen. Besonders den Co-Piloten, die sich nach der Ankunft im Ziel auch noch um das Roadbook für den nächsten Tag kümmern müssen.

Viel Regen in der ersten Woche

Wie schon bei der «Dakar» im Januar, so machte in der ersten Woche der Regen den Organisatoren zu schaffen. So mussten sie die erste Prüfung nach dem Prolog in Kasan absagen. Die Strecke stand teilweise unter Wasser und war sehr rutschig. Gestern wurde der zweite Teil der Wertungsprüfung kurzfristig nicht in Angriff genommen. Ein Unwetter war über Almaty aufgezogen und so konnten die Helikopter nicht starten. Aus Sicherheitsgründen dürfen in diesem Fall die Rennfahrzeuge nicht starten. Der Schlamm, der trotzdem auf einigen Prüfungen zu finden war, sorgte für einige Flüche der Piloten. So mussten auf der fünften Etappe viele Crews aussteigen, um den Schlamm von der Windschutzscheibe zu entfernen, da die Scheibenwischer es nicht mehr schafften. Hunt blieb auf der vierten Etappe fast eine halbe Stunde in einem Schlammloch stecken bis ihn ein Konkurrent befreite.

Vasilyev kam gut durch die erste Woche, nur auf der längsten Etappe am fünften Tag verlor er viel Zeit. Durch einen Platten zu Beginn der Prüfung konnte die Konkurrenz aufholen und später auch vorbeiziehen. Im Staub der Fahrzeuge musste der Russe immer wieder verlangsamen und verlor viel Zeit. Auch Al-Rajhi mit seinem deutschen Beifahrer Timo Gottschalk büßte auf dieser Etappe viele Minuten ein. Gleich drei Platten zwangen ihn mehrfach zum Anhalten. «Dadurch haben wir bestimmt zehn Minuten verloren», so der Saudi. «Ohne diese Stopps und den überhitzten Motor am Tag zuvor wären wir bei der Spitze dabei.»

Doch vor der zweiten Woche, die fast komplett durch China führt, haben alle Teilnehmer Respekt. Denn hier wartet die Wüste Gobi und damit viel Sand und Dünen. Nach dem Pech in den vergangenen Tagen hofft Al-Rajhi hier den Angriff auf die Spitze vornehmen zu können: «Ich hoffe, dass wir unser Pech-Pensum durch haben und nun ohne Probleme in die zweite Woche gehen können. Der zweite Teil wird hart mit einigen Überraschungen – hoffentlich nicht so viele für uns wie für die anderen Fahrzeuge.»

Am Samstag führt die Route vom kasachischen Almaty ins chinesische Bortala. Vor dem Grenzübertritt absolvieren die Crews eine 76,86 Kilometer lange Etappe in den Bergen. Die Prüfung bringt die Teilnehmer auf eine Höhe zwischen 2.000 und 2.600 Metern. Technisch anspruchsvoll, aber kaum Überholmöglichkeiten.

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