DRM auf den Spuren der Rallye-WM

Von Toni Hoffmann
Rallye Sonstiges
Wallenwein ist der DRM-Spitzenreiter

Wallenwein ist der DRM-Spitzenreiter

Am zweiten Mai-Wochenende wandelt die DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) auf den Pfaden der Weltmeisterschaft.

Beim dritten Lauf im Rahmen der ADAC Pfalz-Westrich-Rallye stehen nicht nur Wertungsprüfungen auf dem Programm, die auch bei der ADAC Rallye Deutschland zu absolvieren sind. Auch der idyllische Serviceplatz am Ufer des Bostalsees wurde für die deutsche Runde der Rallye-Königsklasse in den vergangenen Jahren genutzt.

Auf den 13 Prüfungen im Westrich, der Grenzregion zwischen Pfalz und Saarland, steht besonders ein Team im Visier: Sandro Wallenwein und Marcus Poschner wollen im Subaru Impreza den kleinen Vorsprung verteidigen, den sie mit einer konstanten Leistung bei den ersten beiden DRM-Läufen herausfahren konnten. Nun haben die Verfolger 140,69 Bestzeitkilometer, um Boden gut zu machen.

«Wenn wir die Meisterschaft spannend halten wollen, sollten wir möglichst vor Sandro ins Ziel kommen», ist die klare Ansage von Hermann Gassner. Der vierfache deutsche Rallye-Meister konnte im Mitsubishi Lancer in diesem Jahr zwar schon einige beachtliche WP-Zeiten setzen – in der Summe reichte es aber noch nicht, sich an Wallenwein vorbeizuschieben. Und der Subaru-Pilot geht sein Ziel, nach drei Vize-Titeln in Folge nun endlich den Meisterpokal nach Stuttgart zu holen, mit schwäbischer Akribie an: «Die Pfalz-Westrich-Rallye wird auch für uns nicht einfach», erklärt Sandro Wallenwein. «Für uns ist alles neu. Aber normalerweise liegt uns das, denn auf neuen Strecken waren wir bislang immer schnell unterwegs.»

Dabei ist die Aufgabe durchaus respekteinflössend: «Rallyes in dieser Region waren bisher immer tückisch», erklärt Wallenwein. «In diesem Fall zusätzlich auch durch den Schotteranteil.» Im Blick hat Wallenwein naturgemäss immer die Konkurrenz. Neben den von Gassner angeführten Verfolgern aus der DRM kämpfen im Saarland auch Teilnehmer aus der Luxemburger Meisterschaft und der Euro Rallye Trophée mit um den Sieg – eine Ausgangslage, die zusätzliche Spannung verspricht.

Zwischen Wallenwein und Gassner mit ihren grossvolumigen Rallyeboliden haben sich in der Meisterschaftstabelle Lars Mysliwietz/Oliver Schumacher geschoben. Der Saarländer und sein Westerwälder Co-Pilot pilotieren mit dem Citroën C2R2max eines der kleineren Fahrzeuge in der DRM. Durch zwei klare Divisionssiege und zusätzliche Punkte, die für Top-12-Platzierungen in der Gesamtwertung vergeben werden, schoben sie sich in der Meisterschaft ganz nach vorne. Für Mysliwietz ist die Pfalz-Westrich-Rallye fast ein Heimspiel. Die Verteidigung der zweiten Meisterschaftsposition hängt aber massgeblich von einem weiteren Sieg in der Division ab.

Nach der Nullrunde zum Auftakt und den ersten Zählern in Hessen hofft der Sachse Carsten Mohe im Renault Mégane RS nun endlich auf eine volle Punkteausbeute im pfälzischsaarländischen Grenzraum.

Die ADAC Pfalz-Westrich-Rallye könnte aber auch die grosse Show zweier weiterer Youngster werden. Der 20-jährige Sachse Sepp Wiegand und der 21-jährige Pfälzer Marijan Griebel sind mit ihren Suzuki Swift in der kleinsten DRMDivision unterwegs. Bislang teilten die Youngster die Divisionssiege gleichmässig unter sich auf. Während Griebel beim norddeutschen DRM-Auftakt erfolgreich war, siegte Wiegand in Hessen. Punktgleich mit 35 Zählern liegen sie nun auf dem fünften Platz der DRM Wertung.

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