Sehen wir ab Aragón den wahren Toprak Razgatlioglu?

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Toprak Razgatlioglu fuhr in Thailand als Achter zum ersten Mal in die Top-10

Toprak Razgatlioglu fuhr in Thailand als Achter zum ersten Mal in die Top-10

Die schwierigen Überseerennen in Australien und Thailand zu Beginn der Superbike-WM 2018 hat Rookie Toprak Razgatlioglu überstanden. Ab Aragón will der Kawasaski-Pilot zeigen, zu welchen Ergebnissen er fähig ist.

Nach seinen überragenden Wintertests waren manche von den bisherigen Resultaten von Toprak Razgatlioglu enttäuscht. Doch dabei wird vergessen, dass der Superbike-Rookie die Piste auf Phillip Island nur von einem kurzen Auftritt als Ersatzfahrer 2016 und den Chang Circuit in Thailand überhaupt nicht kannte. Dennoch liegt der 21-Jährige mit 18 Punkten in der Gesamtwertung vor routinierten Piloten wie Eugene Laverty (16 P./Aprilia), Jordi Torres (14 P./MV Agusta) oder Roman Ramos (12 P.), der im Go Eleven Team nahezu identisches Kawasaki-Material zur Verfügung hat.

In Buriram steigerte sich der Schützling von Kenan Sofuoglu als 18. am Freitag als Zweitschnellster der Superpole 1 auf Startplatz 12 in der Superpole 2. Im ersten Rennen 15., erreichte der Kawasaki-Pilot am Rennsonntag als Achter sein bisher bestes Rennfinish.

«Ich fuhr zum ersten Mal bei so einem Klima! Zuerst war ich besorgt, dass ich bei diesen Bedingungen über die volle Renndistanz körperliche Probleme bekommen würde, aber das war nicht der Fall. Wegen der Hitze rutschte mein Bike aber vorne und hinten extrem und war nur schwer zu kontrollieren. Ich kann nicht behaupten, dass ich mit dem Ergebnis Rennen zufrieden war», berichtete der junge Türke. «Mit einem anderen Reifen hatte ich im zweiten Lauf ein viel besseres Gefühl und konnte konstante Rundenzeiten fahren. Am Ende war ich auch mit dem Finish glücklich.»

Eine seriöse Einschätzung der Fähigkeiten von Razgatlioglu wird beim Meeting in Aragón möglich sein – eine Piste, auf der er zwei Siege (Superstock-600 2015) und einen vierten Rang (Superstock-1000 2017) einfahren konnte. «Endlich wieder in Europa», sagte der Puccetti-Pilot erleichtert. «Aragón kenne ich gut, ich kann die Rennen dort kaum erwarten!»


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