Leon Camier (Honda): «Sonst bleiben Resultate gleich»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Leon Camier in Portimao

Leon Camier in Portimao

Sechs Wochen nach seinem Wirbelbruch kehrte Red-Bull-Pilot Leon Camier während der Superbike-Tests in Portimao auf seine Honda Fireblade zurück: «Wir haben jetzt gute Vorgaben, in welche Richtung wir arbeiten müssen.»

Mit 74 Runden über zwei Tage drehte Leon Camier von allen Spitzenpiloten die mit Abstand wenigsten. Am ersten Testtag sorgte das Red-Bull-Honda-Ass mit 1:42,898 min für die viertschnellste Zeit, am zweiten Tag konnte er sich nur noch minimal auf 1:42,718 min steigern und fiel auf Platz 8 zurück. Auf die Bestzeit auf Rennreifen, diese fuhr Kawasaki-Werksfahrer Jonathan Rea in 1:42,022 min, verlor Camier 0,696 sec.

«Körperlich hatte ich nach meinem Sturz in Suzuka noch einige Probleme», gab Camier sechs Wochen nach dem Bruch des fünften Halswirbels zu.

Während der Suzuka-Tests sammelte er Informationen über das Motorrad der Honda Racing Corporation (HRC) und konnte diese jetzt mit der WM-Maschine vergleichen, die von den Honda Partnern Ten Kate Racing, Cosworth und Rossi Racing entwickelt wird.

«Einige Sachen am Suzuka-Bike sind gut, diese sind interessant», erzählte Camier SPEEDWEEK.com. «Einige Sachen sind aber an der WM-Maschine besser. Ich konnte in Portimao alles testen, was vorgesehen war. Die neue Motorspezifikation ist ordentlich, da müssen nur noch ein paar Feinheiten verbessert werden. Wir haben jetzt mehr Drehmoment, das habe ich mir gewünscht. Aus langsamen Kurven hinaus sind wir jetzt besser. Mein erster Eindruck vom neuen Elektronik-Mapping ist auch gut, die Kraftentfaltung liegt jetzt mehr in meiner Hand, ich kann sie besser über den Gasgriff kontrollieren. Man darf aber nicht vergessen, dass Portimao eine sehr spezielle Strecke ist. Dort fährt man viel auf der Kante des Reifens. Auf Rennreifen ist unsere Pace konkurrenzfähig, es ist aber nach wie vor so, dass ich in Zweikämpfen in gewissen Bereichen verlieren werde, weil es uns an Spitzenleistung fehlt. Wir haben jetzt gute Vorgaben, in welche Richtung wir für das nächste Rennen in Portimao und den Rest der Saison arbeiten müssen.»

Camier in Bestform hätte einige Zehntelsekunden schneller fahren können, der Engländer ging nicht ans Limit. «Wenn wir uns gleich verbessern wie die anderen, dann bleiben unsere Ergebnisse gleich», ist dem 32-Jährigen bewusst. «Wir sind bisher auf jeder Strecke so schnell, wie keine Honda zuvor. Aber das Level ist gestiegen, Yamaha ist jetzt sehr stark, die zwei Kawasaki sind nach wie vor der Maßstab. Um die Lücke zu schließen, musst du einen großen Schritt nach vorne machen.»

Superbike-Test Portimao, 23./24. August 2018:

1. Jonathan Rea (GB), Kawasaki, 1:42,022 min
2. Alex Lowes (GB), Yamaha, 1:42,140
3. Michael van der Mark (NL), Yamaha, 1:42,182
4. Marco Melandri (I), Ducati, 1:42,254
5. Chaz Davies (GB), Ducati, 1:42,564
6. Javier Fores (E), Ducati, 1:42,709
7. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, 1:42,713
8. Leon Camier (GB), Honda, 1:42,718
9. Jordi Torres (E), MV Agusta, 1:42,800
10. Michael Rinaldi (I), Ducati, 1:42,862
11. Eugene Laverty (IRL), Aprilia, 1:43,112
12. Toprak Razgatlioglu (TR), Kawasaki, 1:43,299
13. Jake Gagne (USA), Honda, 1:43,361
14. Leandro Mercado (RA), Kawasaki, 1:43,529
15. Patrick Jacobsen (USA), Honda, 1:44,247
16. Roman Ramos (E), Kawasaki, 1:44,572
17. Yonny Hernandez (COL), Kawasaki, 1:44,774

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