Marco Melandri hat zwei Rippen angebrochen

Von Peter Fuchs
Superbike-WM
Melandri geht es wieder besser

Melandri geht es wieder besser

Nach seiner Rückkehr nach Hause hat sich der verletzte BMW-Werksfahrer Marco Melandri in Italien weiteren medizinischen Tests unterzogen.

Marco Melandri, der am Sonntag in Lauf 1 in Portimão auf nasser Strecke schwer gestürzt ist, ist nach ersten Untersuchungen im dortigen Krankenhaus am Montag nach Italien zurückgekehrt. In seiner Heimat unterzog er sich in den vergangenen Tagen weiteren medizinischen Tests. Diese bestätigten die erfreuliche Diagnose, dass Marco keine inneren Verletzungen erlitten hat. Sie ergaben jedoch, dass sich der Italiener neben den schmerzhaften Prellungen am Rücken auch im rechten Brustkorb Brüche der zehnten und zwölften Rippe zugezogen hat, als er nach seinem Sturz zu Beginn des Rennens vom Motorrad Chaz Davies’ getroffen wurde.

Marco wird sich in den nächsten Tagen ausruhen, bevor er nach Magny-Cours reist. Dort findet am 7. Oktober der letzte Superbike-WM-Lauf 2012 statt. Bei noch 50 zu holenden Punkten muss melandri auf Pech von WM-Leader Max Biaggi (Aprilia) hoffen, der bereits 38,5 Punkte vor ihm liegt. Laut Teamarzt Dr. Vincenzo Tota hindern Melandri die Verletzungen nicht daran, an den letzten Rennen der Saison teilzunehmen.

«Nach dem Sturz am Sonntag fühle ich mich jeden Tag besser, auch wenn mein Rücken und meine rechte Seite noch schmerzen», sagt Marco. «Als ich mir meinen Unfall im Fernsehen angeschaut habe, dachte ich, dass man das Geschehene falsch interpretieren kann. Ich möchte nicht, dass die Leute denken, ich hätte die Rennen grundlos weggeworfen. Tatsache ist, dass ich zu diesem Zeitpunkt auf dem Bike nichts hätte anders machen können. Denn ich habe Max nicht gesehen. Ich hoffe wirklich, dass ich bis zu den letzten Rennen in Magny-Cours wieder richtig fit werde. Ich möchte einfach auf meine S1000RR steigen, Spass haben und die Rennen auf die bestmögliche Art und mit den bestmöglichen Ergebnissen beenden.»

«Die beiden Rippen sind nicht mit dem Brustbein verbunden, deshalb spielen sie beim Atmen keine so grosse Rolle. Auch wenn sie gebrochen sind, ist es nicht so schmerzhaft», erklärt Dr. Tota. «Ein weiterer positiver Punkt ist, dass sie nicht verschoben sind. Es handelt sich nicht um richtige Frakturen, sondern eher um Risse. Marco muss sich nun ausruhen und verhindern, diesen Bereich zu belasten. Am Rennwochenende werden wir Tapes verwenden, um die Beweglichkeit des Brustkorbs zu reduzieren. Damit wird er keine Schmerzen haben und problemlos fahren können.»

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