Tom Sykes (Kawasaki) 2014: Der entthronte Champion

Von Michael Eingang
Superbike-WM
Auf dem Podium in Katar kam für Tom Sykes die bittere Erkenntnis: Es reichte nicht zur Titelverteidigung

Auf dem Podium in Katar kam für Tom Sykes die bittere Erkenntnis: Es reichte nicht zur Titelverteidigung

Schon zum zweiten Mal musste sich Tom Sykes 2014 im WM-Kampf knapp geschlagen geben. Ein aufmüpfiger Franzose entriss ihm in sprichwörtlich letzter Sekunde die WM-Krone. Er erwies sich als fairer Besiegter.

Nach einem zähen Saisonauftakt auf Phillip Island mit den Rängen sieben und drei glänzte Tom Sykes mit einem eindrucksvollen Doppel-Sieg im Motorland Aragòn – der Winterrost musste erst gelöst werden.

Doch die Vorherrschaft war in Assen und Imola gebrochen, Rang 2 in den Niederlanden war das höchste der Gefühle. Auch wenn der Kawasaki-Pilot in Imola als Dritter am Podium stand. In diesen vier Events fuhren Jonathan Rea (Honda) drei und Sylvain Guintoli (Aprilia) einen Sieg ein und machten mit Siebenmeilenstiefel Boden auf den Briten gut. Sykes war der Gejagte.

Bei seinem Heimrennen in Donington Park schien sich der Weltmeister von 2013 wieder nur selbst schlagen zu können. So wie im Jahr davor gewann er beide Läufe und kontrollierte das Geschehen. Die WM-Führung hatte er somit wieder inne, aber die erbitterten Kämpfe mit seinem Teamkollegen Loris Baz spitzen sich zu – auf aber auch abseits der Piste!

Es kam wie es kommen musste: Baz räumte seinen Kawasaki-Kollegen in Sepang kurzerhand vom Bike! Es sollten am Ende diese Punkte sein, die Tom Sykes zur erfolgreiche Titelverteidigung fehlten. Sykes betrieb im zweiten Lauf Schadensbegrenzung und holte sich 16 Punkte für den dritten Platz.

Nach diesem unplanmässigen Meeting, setzte der 29-jährige Brite in Misano und Portimão seine Siegesserien unbeirrt fort – dreimal triumphierte er in Folge. Im zweiten Rennen in Portugal enttäuschte Sykes jedoch als Achter – sein schlechtestes Saisonergebnis 2014.

In den letzten vier Events hatte Kawasaki gegen Aprilia klar das Nachsehen, Melandri und Guintoli dominierten das Geschehen. Sykes gelang nur noch ein Sieg, verpasste in Jerez (P5 im 1. Lauf) und Magny-Cours (2x Vierter) aber nur dreimal das Podium. Sein komfortabler Punktevorsprung begann bedrohlich zu schwinden. Sykes blieb betont gelassen: «Es hätte schlimmer kommen können», waren seine Worte.

Sonderlich schlimm kam es auch nicht wirklich, jedoch reichte Schadensbegrenzung allein nicht aus, um sich den Titel 2014 zu sichern. Mit drei Punkten Vorsprung ging Sykes als WM-Leader ins letzte Saisonrennen und büsste als Dritter neun Punkte auf Sylvain Guintoli ein: Gerade einmal sechs Punkte sind es, die die beiden Platzhirsche am Ende trennen.

Nicht so bitter wie 2012 als ein halber Punkt auf Max Biaggi (Aprilia) fehlte, aber dennoch ärgerlich. Der Traum vom Double zerbrach.

 

Veranstaltungen Rennen 1 Rennen 2
Phillip Island 7 3
Motorland Aragòn 1 1
Assen 2 4
Imola 3 5
Donington Park 1 1
Sepang Sturz 3
Misano 1 1
Portimão 1 8
Laguna Seca 3 1
Jerez 5 3
Magny-Cours 4 4
Doha 3 3

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