Superbike-WM-Zukunft: Nur noch drei Übersee-Rennen

Von Günther Wiesinger
Superbike-WM
Laguna Seca bleibt langfristig im Superbike-WM-Kalender

Laguna Seca bleibt langfristig im Superbike-WM-Kalender

Die Attraktivität der Superbike-WM reicht nicht für alle Übersee-Rennen aus, deshalb sollen Thailand und Malaysia aus dem Kalender gestrichen werden.

In der Superbike-Weltmeisterschaft wurde in den letzten Jahren unter Dorna-Vorherrschaft eine weltweite Expansion angestrebt. Es gibt Übersee-Rennen in Katar, Thailand, Kalifornien, Australien und Malaysia.

Aber es gab 2015 kein Rennen in Deutschland und keines in Tschechien.

Auch Monza 2016 musste abgesagt werden, deshalb ist jetzt eine Sommerpause von 10. Juli (Laguna Seca) bis Lausitzring (18. September entstanden, in der Supersport-WM dauert die Pause noch drei Wochen länger.

Nicht in allen Ländern stösst die Superbike-WM auf grosses Interesse. Die Flammini Group brachte jahrelang kein Rennen in Sepang/Malaysia zustande, aber jetzt hat sich herausgestellt, dass die Superbikes in Kuala Lumpur einfach nicht genug Anziehungskraft ausüben. Sepang wird zwar für 2017 im SBK-Kalender bleiben, die Dorna betrachtet diesen Deal aber als  Verlustgeschäft.

In Buriram/Thailand existiert ein Drei-Jahres-Vertrag für die Superbike-WM – von 2015 bis 2017. Die Thailänder wollten schon 2016 lieber einen MotoGP-Event veranstalten; die Dorna lehnte ab und beharrte auf den gültigen SBK-Deal bis 2017.

Eigentlich können sich in Übersee nur die SBK-Veranstalter in Phillip Island und Doha/Katar jene Gebühren leisten, die der Dorna als Promoter vorschweben. Veranstalter der SBK-Rennen auf dem «Mazda Laguna Seca Raceway» ist die «Sports Car Racing Association of the Monterey Peninsula» (SCRAMP), eine Ansammlung von dilettantischen Hinterwäldlern, die schon nach der Saison 2013 die Zukunft des reizvollen MotoGP-Events vermasselt haben und bei der Dorna immer mit den GP-Gebühren im Rückstand waren.

Aber die Dorna wird Laguna Seca langfristig im Kalender halten, weil der US-Markt für alle Hersteller wichtig ist und dort viele Superbikes und grossvolumige Motorräder verkauft werden.

Aller Voraussicht nach werden sich die Übersee-Auftritte der Superbike-WM bereits 2018 auf Australien, Laguna Seca und Katar beschränken.

Statt Thailand und Malaysia werden zusätzliche Rennen in Europa in den Kalender aufgenommen. Schon 2017 soll in Brünn gefahren werden.

Die Dorna will sich Übersee-Rennen bei den Superbikes künftig nur noch leisten, wenn die Veranstalter 1,5 bis 2 Millionen Euro Auftrittsgebühr bezahlen. Nur Laguna Seca wird ein Discount-Preis zugestanden – wegen des wichtigen US-Markts. In Europa kann die Gebühr in Ausnahmefällen sogar unter 500.000 Euro liegen, zum Beispiel in Brünn oder auf dem Lausitzring.

In Italien wird weiter in Imola und Misano gefahren, in Spanien in Aragón und Jerez. Auch Magny-Cours und Donington bleiben im Kalender. In absehbarer Zukunft können für die Superbike-WM auch Schauplätze wie Finnland, Kasachstan und Spielberg ein Thema werden.

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